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Eurasburg will sich um Gewerbeflächen bemühen - auch, um einen Nahversorger anzulocken.

"Es gibt nur den Packlhof"

Eurasburg fehlt Nahversorger: Gemeindrat reagiert

Eurasburg - In Eurasburg einzukaufen, ist nicht einfach. Es fehlt ein Nahversorger. Deswegen will sich die Gemeinde jetzt um Gewerbeflächen bemühen.

In Eurasburg einzukaufen, ist nicht einfach. „Es gibt nur den Packlhof, wenn man schnell mal was zum Essen kaufen will“, stellte Gemeinderat Peter Goepfert in der jüngsten Sitzung fest. Dieser Umstand hat die Eurasburger Liste bewogen, einen Antrag einzubringen. Es geht darum, „die Suche und Ausweisung von möglichen Gewerbeflächen in Eurasburg bevorzugt weiter voranzutreiben“.

Vor einiger Zeit habe ein Nahversorger mit dem Gedanken gespielt, sich in Eurasburg anzusiedeln, erklärte Roland Grünwald. „Das hat sich zwar zerschlagen, aber wir sollten das weiter verfolgen“, appellierte der Zweite Bürgermeister an die Gemeindesratsmitglieder. Voraussetzung dafür seien weitere Gewerbeflächen insbesondere für Handwerksbetriebe, aber vordringlich für einen Nahversorger.

Bürgermeister Moritz Sappl wies darauf hin, dass das Thema schon länger präsent ist. „Es hat in der Vergangenheit diesbezüglich bereits Versuche gegeben, das Gewerbegebiet im Bereich Burgmannstraße/Robert-Koch-Straße zu erweitern“, sagte er. „Damals gab es Anwohner, die das nicht wollten“, so Sappl weiter. Das habe sich jedoch geändert. „Es herrscht dort inzwischen eine positive Grundstimmung.“ An anderer Stelle bestünden wenig Möglichkeiten für eine Ausweitung von Gewerbeflächen. „Alle Flächen im Überschwemmungsgebiet sind laut Wasserwirtschaftsamt tabu“, stellte Sappl fest.

Im Gemeinderat fand der Antrag breite Unterstützung, quer durch alle Parteien. „Ich stimme dem voll und ganz zu“, sagte beispielsweise Marcus Fichtner (Gemeinsame Wählervereinigung). „Wir sollten damit jetzt beginnen“, meinte Ralf Reichenberg (Freie Wähler Achmühle). Klaus Koch (Grüne) hegte leichte Bedenken, ob man „anderes dann hinten runterfallen“ lassen wolle, wenn sich „bevorzugt“ um das Gewerbegebiet gekümmert werde. Dem sei nicht so, entgegnete der Bürgermeister: „Man legt das Augenmerk auf die Suche nach Gewerbegebieten unter Berücksichtigung der laufenden Projekte.“ Letztlich hoben alle 17 Mitglieder die Hand für diesen Beschluss: Der Gemeinderat ist positiv gestimmt, die Gewerbeflächenerweiterung voranzutreiben. „Wir wissen, dass wir da was tun müssen“, so Sappl.

von Rudi Stallein

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