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Nicht mehr zu retten war der Eurasburger Maibaum nach dem Blitzeinschlag. Er stand nicht einmal ein Jahr.

Gefährliche Löscharbeiten

Nach Blitzschlag: Maibaum massiv beschädigt – er stand nicht mal ein Jahr

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Nach einem Blitzschlag stand der Eurasburger Maibaum in Flammen. Kommandantin Katharina Sultzer erzählt, wie sie den Brand erlebt hat – und wie es mit dem Baum weitergeht. 

Eurasburg – Ein grelles Licht, ein lauter Knall – und der Maibaum der Gemeinde Eurasburg war Geschichte. Ein Blitzschlag beschädigte ihn während eines Gewitters vergangenen Freitag so stark, dass er noch am gleichen Abend entfernt werden musste. 

Bedrohlich und dunkel brauten sich am Freitagabend Gewitterwolken über dem Landkreis zusammen. Bald zuckten erste Blitze am Himmel. Katharina Sultzer, Zweite Kommandantin der Feuerwehr Eurasburg, stand zusammen mit ein paar Kameraden am Feuerwehrhaus. „Wir unterhielten uns gerade, als wir – eher zufällig – in Richtung Dorfplatz sahen“, berichtet sie. Und da passierte es: „Der Blitz schlug mit einem lauten Knall in den Maibaum ein, Holzsplitter flogen umher, ein Lichtbogen entstand.“ Die Girlanden an der Spitze begannen zu brennen. Der Rauch war, so erzählten es Bürger ein paar Stunden später, noch im drei Kilometer entfernten Beuerberg zu sehen gewesen. „Keine Minute später ging bei uns der Alarm ein“, sagt Sultzer. 

„Das Risiko, dass etwas passieren könnte, war zu groß“

Der Knall hatte auch Andreas Mair aufgeschreckt. Er wohnt direkt neben dem Maibaum. „Ich bin sofort auf den Balkon gegangen und habe die Bescherung sofort gesehen.“ Besonders bitter: Mair hatte im vergangenen Jahr als Mitglied des Burschenvereins Eurasburg geholfen, den Baum aufzustellen. Mittlerweile war Kommandantin Sultzer mit ihren Kameraden am Maibaum eingetroffen. Wenige Minuten später erreichte auch die Drehleiter der Wolfratshauser Feuerwehr den Einsatzort. Die Löscharbeiten erwiesen sich als gefährlich. Zwar gelang es den Kräften schnell, die brennenden Girlanden zu löschen. 

Doch noch während sie in der Höhe arbeiteten, zuckten erneut Blitze auf. Umgehend befahl Andreas Spohn, Kommandant der Wolfratshauser Wehr, die Männer im Drehleiterkorb in Sicherheit zu bringen. „Das Risiko, dass etwas passieren könnte, war zu groß“, meint Spohns Kollegin Sultzer. Also mussten das Entfernen der verkohlten Girlanden und die Bestandsaufnahme der Schäden warten. Nachdem sich das Gewitter verzogen hatte, wurde schnell klar, dass der Maibaum nicht mehr zu retten ist. Die Zerstörung durch den Blitzeinschlag war zu groß. Es blieb den Einsatzkräften nichts anderes übrig, als den 32 Meter hohen Baum Stück für Stück abzutragen. 

„Es ist schon schade, dass wir ihn nicht einmal ein volles Jahr behalten konnten“, klagt Christoph Stegbauer, der neue Vorsitzende des Burschenvereins. Bleibt Eurasburg nun ohne Maibaum? Das gehe auf Dauer natürlich nicht, antwortet Stegbauer wie aus der Pistole geschossen: „Ich würde sagen, die Tendenz geht dazu, erst 2019 wieder einen aufzustellen. Für dieses Jahr ist die Zeit leider einfach zu knapp.“ sh

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