Kunstrasen
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Die Eurasburger Fußballer müssen noch länger auf ihren Allwetterplatz warten. (Symbolfoto)

Projekt verzögert sich

Eurasburger Fußballer müssen länger auf Kunstrasen warten

  • vonRudi Stallein
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Im neuen Jahr werden die Eurasburger Fußballer noch nicht auf einem Kunstrasenplatz spielen können. Sie müssen sich mindestens um ein weiteres Jahr gedulden.

Eurasburg – Eigentlich hatten sie gehofft, dass im Jahr 2021 mit dem Bau des lang ersehnten und vom Gemeinderat beschlossenen Kunstrasenplatzes begonnen werden würde. Doch daraus wird nichts. Nach der neusten Entwicklung müssen sich die Eurasburger Fußballer wohl mindestens ein weiteres Jahr gedulden, bis der Ball auf dem Allwetterplatz rollt.

Wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt wurde, ist es für die Realisierung des als „Meilenstein“ definierten Projekts erforderlich, dass der Flächennutzungsplan geändert wird und der Bebauungsplan neu aufgestellt wird. Beides hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Dies sei nötig, um „die Zulässigkeitsvoraussetzungen für den geplanten Neubau“ zu schaffen, erklärte Bürgermeister Moritz Sappl.

Es sei „momentan kein Hinderungsgrund erkennbar“, der die Genehmigung des Kunstrasenspielfelds in Frage stellen würde, so der Rathauschef. Aber da sich das Gelände im Außenbereich befinde, sei dieser Weg unumgänglich. Und zeitlich sei dies die beste Möglichkeit. Andernfalls müsse man „das ganze Sportgelände neu überplanen“, so Sappl, „und das ist in zwölf Monaten nicht machbar.“

So lange wird es nun voraussichtlich dauern, bis das Verfahren soweit abgeschlossen ist, dass die Bauarbeiten beginnen können. Somit besteht auch kaum Zeitdruck, um die wegen der Corona-Pandemie heuer ausgefallene Besichtigungstour, bei der sich Gemeinderäte und Vereinsvertreter auf verschiedenen Fußballplätzen über die neusten Entwicklungen beim Thema Kunstrasen informieren wollten, nachzuholen.

Dem mahnenden Einwand von Grünen-Fraktionssprecher Jakob Koch, man müsse „trotzdem aktiv am Bau einer Halle dranbleiben“, hielt der Bürgermeister entgegen, dass es dazu bereits einen Gemeinderatsbeschluss gebe. „Es ist klar kommuniziert: Als erstes kommt der Kunstrasen, um die Hallenkapazitäten zu entlasten. Im zweiten Schritt ist die Mehrzweckhalle dran“, sagte Sappl. So sei es im Haushaltsplan 2022 vorgesehen. Und bis dahin sprießen dann womöglich auch endlich die ersten Kunstrasenhalme.  rst

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