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Die Stolleneingänge unterhalb des Eurasburger Schlossberges wurden saniert und werden demnächst mit Gittertoren versperrt.  

Eurasburger Schlossberg

Geo-Cacher müssen draußen bleiben

Eurasburg - Immer wieder sind so genannte Geo-Cacher in zwei Stollen unter dem Eurasburger Schlossberg eingedrungen. Doch das ist gefährlich. Deshalb hat die Gemeinde die Stollen jetzt zugemacht.

Zwei finstere Stollen führen in den Eurasburger Schlossberg. Lange Zeit waren die Eingänge von Geröll und Erdreich zu einem großen Teil verschüttet. Das weckte das Interesse von so genannten Geocaching-Fans, die die Stollen als Verstecke nutzten. Denen ist der Spaß nun verdorben worden: Die Gemeinde verriegelt „das dunkle Reich unter der Himmelspforte“ – so war es unter den GPS-Schatzsuchern bekannt – mit verzinkten Gittertoren.

Die Stollen dienten einst der Entwässerung

Bei den beiden Schächten handelt es sich um einen etwa 90 bis 100 Meter langen Entwässerungsstollen sowie eine Kelleranlage der ehemaligen Schlossbrauerei – sechs Meter breit, vier Meter hoch und etwa 60 Meter lang. Schon 2014 wurde festgestellt, dass die Stollen durch Abschrutschungen ein Gefahrenpotenzial darstellen. Auf Betreiben von Bürgermeister Moritz Sappl schaute sich der Gemeinderat die Gewölbe an und stand vor der Wahl: entweder ganz zuschütten oder sanieren. „Wenn da etwas runterkommt, während Leute in den Stollen gehen, kann man sich ausmalen, was dann los ist“, stellte der Rathauschef fest. Die Gemeinderäte entschieden sich fürs Sanieren und Sichern. 

Geo-Caching ist eine Art Schnitzeljagd - und sehr beliebt

Das so genannte Geocaching ist eine Art elektronische Schnitzeljagd. Statt Sägemehl oder mit aus Ästen gelegten Pfeilen folgt der Schatzsucher mittels GPS-Empfänger den in den Geräten gespeicherten Hinweisen und Spuren: den Zielkoordinaten, die ihn zu mehreren Verstecken – den „Caches“ – führen. Für die mysteriösen Gänge unter der Eurasburger Schlosskirche müssen sich die Programmierer der Satelliten-Navigationsgeräte nun Ersatz suchen.

Demnächst werden Gittertore angebracht

Die Eingänge wurden laut Sappl ausgegraben, die Drainagen funktionsfähig gemacht und die Zugänge so hergerichtet, dass man Türen anbringen kann. Kommende Woche sollen die verzinkten Gittertore eingebaut werden. Die Gesamtkosten für die Gemeinde belaufen sich auf rund 30 000 Euro. Sappl: „Ob und wie die Stollen künftig vielleicht mal genutzt werden, darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht.“

von Rudi Stallein

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