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Offizielle und Geehrte der Herrnhauser Feuerwehr: (vorne v. li.) Kommandant Josef Ertl, Valentin Buga (neu), Johannes Scheidl (Oberfeuerwehrmann), Vitus Huber (Feuerwehrmann), (hinten v. li.) Kreisbrandmeister Georg Dürr, Andreas Urban (neu), Kreisbrandrat Karl Murböck, Sebastian Urban jun. (Hauptfeuerwehrmann), Bürgermeister Moritz Sappl, Thomas Bauer (30 Jahre aktiver Dienst) und Anton Huber (Oberfeuerwehrmann).

Übungsbeteiligung muss besser werden

Feuerwehr Herrnhausen: So lief die Jahresversammlung

Eruasburg - Es gab viele lobende, aber auch mahnende Worte bei der Jahresversammlung der Herrnhauser Feuerwehr. Kommandant Josef Ertl äußerte Kritik.

Gemessen am Schutzgebiet zählt die Freiwillige Feuerwehr Herrnhausen zu den ganz Großen: 41 Mann zählen zum aktiven Kader der Wehr, die für die Haushalte im Eurasburger Ortsteil zuständig ist. Kommandant Josef Ertl blickte vor kurzem in der Jahresversammlung zusammen mit seinen Kameraden auf ein geschäftiges Jahr zurück.

14 Mal musste die Feuerwehr insgesamt ausrücken. Dass sich das Anforderungsprofil weiterentwickelt hat, zeigt sich daran, wie unterschiedlich die Einsätze des vergangenen Jahres waren: Nur einmal musste die Feuerwehr ein Feuer bekämpfen – in Hohenleiten war ein Brand ausgebrochen. In vier Fällen halfen die Freiwilligen bei Verkehrsabsicherungen. Außerdem beseitigten die Herrnhauser 2015 zwei Ölspuren, und sie mussten mehrmals Bäume entfernen, die auf die Straße gestürzt waren.

Um den Anforderungen stets gewachsen zu sein, sind regelmäßige Übungen notwendig. 2015 fanden zwölf Übungen statt, die das gesamte Aufgabenspektrum der Ehrenamtlichen abdecken sollten. So erprobten die Ehrenamtlichen neben der Brandbekämpfung auch Personenrettungen in unterschiedlichen Einsatzsituationen, Innenangriffe mit Atemschutz oder Wasserförderung über lange Wegstrecken. Eigentlich sind das beste Voraussetzungen für eine hervorragend gerüstete Wehr. „Die Übungsbeteiligung ist aber leider etwas dürftig“, mahnte Kommandant Ertl. „Es fällt auf, dass sich bei einigen Kameraden das Engagement auf die Mindestbeteiligung beschränkt.“

Im vergangenen Jahr musste ein Kamerad wegen mangelnder Beteiligung aus dem aktiven Dienst ausgeschlossen werden, vier weitere wurden ermahnt. „Eine regelmäßige Übungsteilnahme ist aber die Grundlage für einen sicheren und geordneten Dienst“, erläuterte der Kommandant die Entscheidung. Ertl geht in sein letztes Jahr als Obmann der Freiwilligen Feuerwehr – 2017 soll ein neuer Kommandant gewählt werden. „Möglicherweise kann er dazu beitragen, die Übungsbeteiligung wieder zu verbessern“, hoffte Ertl.

Für die Freiwillige Feuerwehr stehen noch weitere Veränderungen bevor: Außer Ertl stehen auch der erste und der zweite Vorstand sowie der Kassier im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl. Zum Abschluss der Versammlung standen verdiente Mitglieder der Herrnhauser Wehr im Mittelpunkt. Vitus Huber wurde zum Feuerwehrmann, Anton Huber und Hannes Scheidl zum Oberfeuerwehrmann und Sebastian Urban zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. Außerdem wurde Thomas Bauer für seine Treue ausgezeichnet. Seit 30 Jahren befindet er sich im aktiven Dienst.

von Dominik Stallein

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