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Spaß beim Dreh: Die Kinder der vierten Klasse der Beuerberger Grundschule konnten den Inhalt des Films gut in den Unterricht integrieren. 

Bemerkenswertes Projekt an der Beuerberger Grundschule 

Das filmende Klassenzimmer

Beuerberg - Unterricht der besonderen Art erlebten die 16 Kinder der vierten Klasse der Beuerberger Grundschule: Gut ein halbes Jahr drehten sie mit der selbständigen Filmemacherin Ingrun Finke den Film "Marie's Zauberwünsche und das Geheimnis der Schürsenkel". 

Der Film erzählt vom Mädchen Marie, das in seiner Fantasie mit der Hilfe eines Zauberers nach Brasilien reist. Dort trifft sie den Straßenjungen Carlos, der Fußballprofi werden möchte. Aber ein Kobold versucht Maries magische Reise zu stören. „Zusammen mit Klassenlehrerin Katharina Bolzmacher haben wir die Geschichte Schritt für Schritt entwickelt“, erklärt Finke. „Das Ergebnis ist spektakulär, vor allem wenn man bedenkt, dass die Kinder zum ersten Mal vor der Kamera standen.“

Die gebürtige Schwäbin, die im Ickinger Ortsteil Dorfen zu Hause ist, hat zahlreiche Fernsehfilme gedreht und schon oft mit Kindern gearbeitet. Ihr erstes Projekt in der Gegend war ein Dokumentarfilm über die Montessori-Schule in Dietramszell. „Es ist spannend zu sehen, mit welcher Euphorie und Kreativität die Kinder dabei sind.“ Für ihre neueste Idee nahm Finke, die an der Münchner Filmhochschule studiert hat, mit den Schulen in der Umgebung Kontakt auf. „Die Beuerberger Grundschule hat sofort zugesagt“, so die 55-Jährige.

Dreh und Unterricht ließen sich gut miteinander verbinden

Dass die Dreharbeiten während der Schulzeit stattfanden, sei kein Problem gewesen. „Sie ließen sich thematisch in den Unterricht integrieren“, sagt Finke. Dazu gehörte Geschichten erzählen wie im Deutschunterricht, das Thema Fußball im Sport, die Recherche über Brasilien und den Regenwald im Heimat- und Sachunterricht. „Kulissen für den Film haben die Kinder im Kunstunterricht gestaltet. Musikalische Elemente passend dazu in Musik.“

Weil Finke nicht nur Regie führte, sondern selbst filmte und daher ohne großes Team auskam, konnte sie schnell eine Beziehung zu den Schülern aufbauen. „So war es möglich, authentisch zu drehen. Aber dementsprechend groß war auch der Abschiedsschmerz, als der letzte Drehtag zu Ende war“, erinnert sich die Wahl-Dorfenerin.

Momentan versucht sie, Sponsoren für den Film zu finden, damit er zukünftig als Unterrichtsmaterial verwendet werden kann. „Er soll nicht nur unterhalten, sondern Werte wie Offenheit und Toleranz vermitteln“, erklärt Finke. „Unsere Geschichte zeigt, wie wichtig Fantasie und der Glaube an sich selbst sind.“ Magdalena Höcherl

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