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Jahresversammlung

Freiwillige Feuerwehr: Viel Rauch um wenig

Zwei Dutzend Mal musste die Freiwillige Feuerwehr Eurasburg im vergangenen Jahr ausrücken. „Es war eher ruhig“, bilanzierte Kommandant Dirk Winterhalter in der Jahresversammlung.

Eurasburg – Bei den meisten Einsätzen waren technische Hilfeleistungen erforderlich. Sechs Mal schrillte die Sirene wegen Feueralarms. Fünf Mal rückte die Einsatzmannschaft jedoch wieder ein, ohne aktiv geworden zu sein. „Die Brandanlage in einem Industrieunternehmen hielt uns auf Trab. Wegen Umbauarbeiten kam es hier zu mehreren Fehlalarmen, die auch in der Mannschaft für etwas Unmut gesorgt haben“, erläuterte der Kommandant. Lächelnd fügte er hinzu, er habe mittlerweile jedoch den Eindruck, dass die Firma etwas unternommen habe, um die Anzahl der Täuschungsalarme auf ein Minimum zu reduzieren. Beim einzigen „echten“ Feueralarm musste ebenfalls im Industriegebiet eine brennende Starkstromleitung gelöscht werden.

Stolz auf Hochwassereinsatz in Peißenberg

Stolz sind die Feuerwehrleute auf ihren Hochwassereinsatz in Peißenberg. „Über unsere interne Whatsapp-Gruppe fanden sich in kürzester Zeit neun Mann“, sagt Winterhalter. Nur eine knappe Stunde nach dem Anruf von Kreisbrandinspektor Christian Sydoriak sei ein voll besetztes Löschfahrzeug am Einsatzort gewesen. Für ihren Einsatz wurden sie mit der Fluthelfer-Medaille ausgezeichnet.

Viele Übungen und Weiterbildungen

Einen Großteil ihrer Zeit investierten die Aktiven auch heuer wieder in Übungen und Weiterbildungen. 23 verschiedene Übungen standen für den Nachwuchs auf dem Programm. Acht Jugendliche legten dabei erfolgreich den Wissenstest zum Thema „Brennen und Löschen“ ab. Gemeinsam mit Kollegen aus Beuerberg, Herrnhausen, Königsdorf, Schönrain und Osterhofen waren Eurasburger Jungfeuerwehrler bei Übungsdiensten im Rahmen der „Modularen Truppausbildung“ aktiv.

Winterhalter: „Ohne Übung steigt das Unfallrisiko“

Zwölf Übungen zu Themen wie Digitalfunk, Löschaufbau, Eisrettung und Gasalarm fanden 2016 für die aktive Mannschaft statt. Daneben seien jeden Dienstag kleine Übungen, Reparaturen, Wartungen, Überprüfungen und ähnliches durchgeführt worden. Winterhalter dankte dafür besonders den Gruppenführern, die viel Zeit in die Übungsausrichtung investieren und hob die Wichtigkeit regelmäßigen Übens jedes einzelnen Aktiven hervor. „Ohne Übung steigt das Unfallrisiko. Man riskiert nicht nur seine eigene Gesundheit, sondern auch noch die seiner Kameraden, die sich auf einen verlassen“, mahnte der Kommandant, dessen Team sich über zwei Sachspenden freuen konnte. Die Zimmerei Andreas Bauer baute eine Übungstür ins Feuerwehrhaus, an der das Türöffnen mit verschiedenen Werkzeugen geübt werden kann.

Flüchtlinge unterstützen Feuerwehrler

Christoph Wagner bastelte aus Teilen einer alten Brandmeldeanlage ein Modell, mit der das Vorgehen des Gruppenführers im Fall eines BMA Alarms simuliert werden kann. Die derzeit 57 Mitglieder (darunter fünf Frauen und weibliche Jugendliche) werden seit einiger Zeit unterstützt von zwei pakistanischen Flüchtlingen. „Die beiden sind sehr interessiert und sehr engagiert, und sie sind sprachlich fit“, freute sich Winterhalter. 

Von Rudi Stallein

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