News-Ticker: Gesuchter Imam bei Explosion in Alcanar getötet

News-Ticker: Gesuchter Imam bei Explosion in Alcanar getötet
+
Stopp: Radfahrer haben bei der Überquerung der Staatsstraße 2370 Vorfahrt zu gewähren. „Die Verantwortung liegt bei ihnen“, betont die Pressesprecherin des Landratsamtes.  

„Muss erst etwas Schlimmes passieren ?“

Nach Unfällen: Eurasburg will Radweg nach Penzberg besser sichern

  • schließen

Der Radweg von Eurasburg nach Penzberg ist für Radfahrer, Einheimische wie Urlauber, eine schöne Sache. Doch die gut frequentierte Strecke birgt Gefahrenstellen. 

Eurasburg – Der Radweg von Eurasburg nach Penzberg ist für Radfahrer, Einheimische wie Urlauber, eine schöne Sache. Doch die gut frequentierte Strecke birgt Gefahren. Allein im Gemeindegebiet von Eurasburg müssen Radler gleich drei Mal die phasenweise viel befahrene Staatsstraße 2370 queren. Zwei Mal kam es deshalb bereits zu Unfällen: Zuletzt kollidierte eine ältere Radfahrerin mit einem Pkw, als sie auf Höhe der Einmündung Bergbauer mit ihrem E-Bike die Straßenseite wechseln wollte. Der Unfall ging zwar glimpflich aus. Dennoch mehren sich die Rufe nach Sicherheitsmaßnahmen.

CSU und Grüne wollen Hinweisschilder

Peter Furtner (CSU) regte in der jüngsten Gemeinderatssitzung an, Autofahrer durch Hinweisschilder „Achtung! Radfahrer kreuzen!“ auf den „Unfall-Risikopunkt“ aufmerksam zu machen. Gemeinderäte wie Klaus Koch (Grüne) teilen Furtners Meinung und befürworten einen entsprechenden Antrag beim Landratsamt. „Bitte macht da Schilder hin“, appellierte Koch an die Kreisbehörde.

Doch dafür sehen die Experten in Bad Tölz keine Veranlassung: „Eine Änderung ist nicht erforderlich. Die Verkehrsregelungen sind dort hinreichend bekannt gemacht“, fasst Sabine Schmid, Pressesprecherin des Landratsamts, die Einschätzung des für Verkehrsangelegenheiten zuständigen Sachgebietsleiters Georg Fischhaber zusammen. „Der Radfahrer hat Vorfahrt zu gewähren. Die Verantwortung liegt bei ihm.“

Staatsstraße scheint gut überschaubar – ist sie aber nicht

Auf beiden Seiten der Staatsstraße fordern kleine Stoppschilder die Radler zum Halten auf. Allerdings verleitet der Wegverlauf viele dazu, mit Schwung die Fahrbahn zu queren. Die Staatsstraße scheint gut überschaubar. „Man sieht die Autos kommen, aber man muss schon genau hinschauen, um die Geschwindigkeit einzuschätzen zu können“, sagt ein Radler vor Ort im Gespräch mit unserer Zeitung. Bei den bisherigen Unfällen war dies offensichtlich nicht der Fall: Die Kollisionen waren jeweils auf Fehlverhalten der Radler zurückzuführen.

Kreisbehörde: „keine Veranlassung, etwas zu ändern“

Auch Gemeinderat Peter Goepfert (Unabhängige Wähler) reichen die derzeitigen Hinweise nicht aus. Er macht sich dafür stark, in dem betroffenen Streckenabschnitt eine Tempo-70-Beschränkung einzuführen. „Aber dafür muss wahrscheinlich erst wieder etwas Schlimmes passieren“, sagt der aktuell dienstälteste Eurasburger Gemeinderat. Er erinnert an einen schweren Unfall, der sich vor 26 Jahren auf der Staatsstraße 2064 ereignet hatte. Ende August 1991 war auf der kurvigen Waldstrecke nahe des Beuerberger Skilifts eine junge Bäuerin beim Kühe austreiben von einem Motorrad erfasst worden. Die damals 20-Jährige lag lange im Koma. Drei Wochen nach dem Unfall wurde die Geschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer beschränkt – das gilt ab der Autobahnabfahrt in Seeshaupt. „Man müsste die Schilder nur ein Stück weit bis zur Abzweigung nach Königsdorf versetzen“, schlägt Goepfert vor.

Derzeit sehe man „keine Veranlassung, etwas zu ändern“, bekräftigt Pressesprecherin Schmid die Haltung der Kreisbehörde. „Der Bereich ist kein Unfallschwerpunkt.“ Erst das erwiesene Gegenteil sei eine von mehreren Voraussetzungen, die für die Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung erforderlich sind. Eurasburgs Bürgermeister Moritz Sappl will dennoch den Wunsch des Rates, wenigstens Warnhinweise „Radweg kreuzt“ für die Autofahrer aufzustellen, noch einmal beim Landratsamt vortragen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Diese Frau spielt die Boandlkramerin im Brandner Kaspar
Heuer schlüpfte eine Frau in die Rolle des Boandlkramers im Stück „Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben“ der Loisachtaler Bauernbühne. Wie es dazu kam, verrieten uns die …
Diese Frau spielt die Boandlkramerin im Brandner Kaspar
Bootfahrverbot teilweise aufgehoben - aber nicht im Norden
Zwischen Lenggries und Bad Tölz dürfen Boote wieder fahren. Die Isar hat inzwischen weniger Wasser als am Wochenende. Im Nordlandkreis ist das Bootfahren aber weiterhin …
Bootfahrverbot teilweise aufgehoben - aber nicht im Norden
Maskierter Mann stiehlt schlafender Frau zwei Handys
Einen ominösen Handy-Diebstahl meldet die Kriminalpolizei Weilheim. Während eine Geretsriederin geschlafen hat, stieg ein maskierter Mann in ihre Wohnung ein und nahm …
Maskierter Mann stiehlt schlafender Frau zwei Handys
Doppelter Fahndungstreffer: 45-Jähriger in Icking festgenommen
Die Polizei hat am Freitagabend im Gemeindebereich Icking einen 45-Jährigen festgenommen. Der Mann war laut Werner Kraus, Leiter der Polizeiinspektion Fahndung in …
Doppelter Fahndungstreffer: 45-Jähriger in Icking festgenommen

Kommentare