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Die Fläche am Schleusenwärterhäuschen in Bruggen soll möglicherweise dem sozialen Wohnungsbau dienen.

Anfrage in der Bürgerfrageviertelstunde

Gemeinde hat zwei Flächen gekauft

Eurasburg - Eine Anfrage in der jüngsten Bürgerfrageviertelstunde brachte es an den Tag: Die Gemeinde hat vor Weihnachten zwei Flächen gekauft. Die eine ist auf Vorrat erworben worden, die andere soll dem sozialen Wohnungsbau dienen. 

Helmut Leicht wollte es genau wissen: „Was hat die Gemeinde mit dem Grundstück vor, das sie kürzlich am Rand von Lengenwies erworben hat?“, fragte der Verwaltungs-Amtsinspektor im Ruhestand in der Bürgerfrageviertelstunde der jüngsten Gemeinderatssitzung. Antwort von Bürgermeister Moritz Sappl: „Die Fläche wurde als Vorratsfläche erworben.“ Die Aussage Leichts, dass nach seinen Information dort ein Gewerbegebiet entstehen soll, konnte Sappl nicht bestätigen. Auf Nachfrage unserer Zeitung erläuterte Sappl, dass das landwirtschaftlich genutzte Grundstück der Gemeinde „zu einem akzeptablen und fairen landwirtschaftlichen Preis“ angeboten worden sei. Deshalb habe er kurz vor Weihnachten zugegriffen und die rund 13 000 Quadratmeter große Fläche erworben. Einen Kaufpreis verriet der Bürgermeister nicht. „Jetzt kann man sich Gedanken machen, was man damit macht“, sagte Sappl. Eine konkrete Planung gebe es derzeit noch nicht. Das Gründstück könne als Tauschfläche dienen oder als Vorratsfläche. Ein neues Gewerbegebiet sehe er dort nicht. „Es ist ein weiteres Gewerbegebiet in Vorbereitung. Aber das erstreckt sich von Eagle Burgmann in Richtung Fußballplatz“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Entsprechende Pläne waren bereits in einer früheren Gemeinderatssitzung vorgelegt und einstimmig abgesegnet worden.

Über das Areal in Bruggen wird in der nächsten Sitzung gesprochen

In den sozialen Wohnungsbau soll ebenfalls bald Bewegung kommen – jedoch an anderer Stelle. „Wir haben noch ein Grundstück eingekauft“, erzählte Sappl über seine vorweihnachtliche Shoppingtour. Vom Gemeinderat hat er Rückendeckung: „Es gibt die ganz klare Aussage: Kaufen, wenn sich etwas anbietet.“ Das zweite Gründstück befindet sich im Ortsteil Bruggen zwischen Beuerberg und Oberherrnhausen und war bisher im Besitz von Uniper, einem Eon-Ableger. Auf dem 2000 Quadratmeter großen Gelände stehe derzeit noch ein altes Schleusenwärterhäuschen, das jedoch schon bald einem Neubau weichen könnte. „Wir werden schauen, wie wir die Nachnutzung darstellen können“, sagte Sappl. Darüber werde wohl in der Sitzung am 8. März diskutiert. Rudi Stallein

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