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Einen Mobilfunkmasten auf dem Schlauchturm der Beuerberger Feuerwehr hat der Eurasburger Geimeinderat einstimmig abgelehnt.

Antrag der Deutschen Telekom

Gemeinderat lehnt Mobilfunkantenne ab

Der Eurasburger Gemeinderat hat den Antrag der Deutschen Telekom abgeschmettert, auf dem Dach der Beuerberger Feuerwehr eine Mobilfunkantenne zu errichten. Überhaupt gilt ab sofort ein Verbot für derartige Antennen auf öffentlichen Gebäuden.  

Eurasburg Als er in der Früh aus dem Haus gegangen sei, habe er von den Nachbarn einen guten Rat erhalten: „Wenn Du da zustimmst, kannst Du was erleben.“ So berichtete es Eurasburgs Bürgermeister Moritz Sappl seinen Kollegen im Gemeinderat. Der hatte kürzlich – mal wieder – über eine Anfrage der Deutschen Funkturm GmbH (DFMG) zu entscheiden: Die Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom möchte am Schlauchturm des Feuerwehrhauses Beuerberg eine Mobilfunkantenne errichten. Nach intensiver Diskussion konnte Moritz Sappl aufatmen: Der Gemeinderat beschied nicht nur den aktuellen Antrag negativ sondern lehnte Mobilfunkantennen an öffentlichen Gebäuden grundsätzlich ab.

Möglichst überall mit dem Handy telefonieren können und auf schnellsten Datenautobahnen durchs Internet surfen: Das wünschen sich die meisten Menschen. Aber die Antennenmasten, die dafür nötig sind, will niemand wirklich haben. Das wird immer wieder deutlich, wenn die DFMG einen neuen Mast errichten will. Der „Mobilfunkpakt Bayern“ sieht vor, dass die Kommunen bei der Auswahl „mitwirken“ dürfen. Allerdings kommen Telekommunikationsanbieter und Gemeinde selten auf einen Nenner.

Bevor die jüngste Anfrage im Rathaus eintrudelte, hatte der Gemeinderat der DFMG einen Platz etwas außerhalb des Dorfes nahe der Königsdorfer Straße vorgeschlagen. Dieser wurde von der Telekomtochter als ungeeignet abgelehnt. „Das funktioniert nicht“, sei nach einer Begutachtung die Antwort gewesen, berichtete Sappl. Der Grund: Statt des vorgesehenen Zehnmeterturms wäre an dem alternativen Standort ein 30 Meter hoher Turm nötig gewesen, um die gewünschte Leistung zu erzielen. Deshalb sollte es nun der Schlauchturm sein.

Den Gemeinderatsmitgliedern behagte der Standort gar nicht. „Nur als absolute Notlösung“ konnte sich Hans Steigenberger das Feuerwehrhaus als Antennenträger vorstellen. „Aber ich weiß nicht, ob wir uns da vor den Karren spannen lassen sollen“, ergänzte er und traf damit einen empfindlichen Nerv vieler Kollegen. „Wenn wir ablehnen, suchen sie sich einen anderen Platz auf einem privaten Grundstück“, zeigte Moritz Sappl das alternative Szenario auf. „Ich zieh’ mir den Schuh nicht an“, wandte sich auch Peter Goepfert gegen das Bestreben, öffentliche Gebäude für Antennen anzumieten. Er wertete das Vorgehen der DFMG als „Drohgebärde“. „Dann sollen sie sich privat was suchen“, meinte Klaus Koch. „Warum sollen wir uns alle Ärger mit den Bewohnern aufhalsen?“ Koch bezeichnete sich selbst als „Mobilfunk Power-User“, plädierte aber dennoch für eine klare Linie der Gemeinde: „Entweder wir sind dafür, dass wir Antennen in Wohngebieten zulassen oder nicht.“

Einstimmig erteilte der Gemeinderat der Anfrage hinsichtlich des Schlauchturms am Feuerwehrhaus eine Absage und legte gleichzeitig fest: Öffentliche Gebäude stehen für Mobilfunkantennen nicht zur Verfügung. Außerhalb könne sich der Gemeinderat Antennen vorstellen. Wohlwissend, dass „das nicht die letzte Antenne ist, die hier aufgebaut wird“, wie der Bürgermeister unterstrich. Rudi Stallein

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