Anke Müllejans vom Verein T.U.N.
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Anke Müllejans vom Verein T.U.N.

Interview: Anke Müllejans vom T.U.N. ist dankbar für die vielen Spenden

Im Corona-Jahr zum ersten Mal kein Benefizkonzert

  • vonRudi Stallein
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Der Beuerberger Verein T.U.N. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendarbeit zu unterstützen. In Pandemie-Zeiten kein einfaches Unterfangen.

Eurasburg – Im Sommer 2002 gründete sich in Beuerberg der Verein T.U.N. mit dem Ziel, Kinder und Jugendarbeit zu unterstützen. Ein bis zwei kulturelle Veranstaltungen pro Jahr schaffen die finanzielle Grundlage für die Förderarbeit des Vereins, getreu dem Motto des Schriftstellers Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Wegen der Corona-Pandemie musste die Benefiz-Veranstaltung heuer ausfallen, zum ersten Mal in der fast 20-jährigen Geschichte des Vereins. Dank zahlreicher Spenden konnten dennoch die wichtigsten Projekte auch in 2020 unterstützt werden, wie Mit-Organisatorin Anke Müllejans im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Rudi Stallein erläutert.

Frau Müllejans, wie geht’s Ihnen in diesen speziellen Zeiten?

Müllejans: Trotz allem geht es recht gut. Und als Verein haben wir unterm Strich weiterhin Unterstützung bieten können.

Wie stark war der Verein durch Corona betroffen?

Müllejans: Der war stark betroffen. Nach dem ersten Lockdown war klar, dass wir unsere jährliche Benefizkonzert nicht würden durchführen können. Wir wollten auf keinen Fall ein Risiko für das Publikum eingehen. Immerhin kommen dabei doch um die 200 Personen zusammen, darunter auch etliche ältere Leute. Auch der Weihnachtsmarkt der Vereine, der seit letztem Jahr ja mit dem Kloster verbunden ist, hat nicht stattgefunden, sodass auch unsere Tombola weggefallen ist.

Finanziell ist das sicher ein herber Verlust gewesen, oder?

Müllejans: Ja, das war fast eine Nullnummer für den Verein. Außer den Mitgliedsbeiträgen hatten wir keine Einnahmen, und die sind bei 20 Leuten ohnehin nicht üppig. Aber jedes Jahr erhalten wir Spenden von Privatpersonen, Firmen und Vereinen. Die haben sich dieses Jahr erfreulicherweise nicht zurückgehalten. Im Gegenteil: Auf diese Weise haben wir immerhin rund 15 000 Euro erhalten.

Dann ist trotzdem eine beachtliche Summe zusammengekommen.

Müllejans: Ja, dafür möchten wir uns auch bei allen Spendern sehr herzlich bedanken. So konnten wir die laufenden Projekte weiter gewährleisten.

Welche sind das genau?

Müllejans: Wir unterstützen beispielsweise die Finanzierung der Mittagsbetreuung an der Franz-Marc-Schule in Geretsried, den Verein Arbeit und Jugend in Wolfratshausen. Zudem finanzieren wir Musikunterricht im Sonderpädagogischen Förderzentrum Bad Tölz. Und seit einigen Jahren zahlen wir eine Assistenzkraft im Klassenzimmer an der Mittelschule in Geretsried. Das allein macht etwa 12 000 Euro im Jahr aus. Auch an den Verein Klecks – Schule der Phantasie in Wolfratshausen konnte gespendet werden. Hinzu kommen direkte Spenden für Kinder, die in Not geraten sind und kurzfristig Hilfe brauchten.

Wie geht es weiter? Welche Pläne gibt es für das Jahr 2021?

Müllejans: Wir hoffen alle, dass sich die Lage verbessert und im Oktober 2021 unser Benefizkonzert im Pfarrsaal in Beuerberg wieder stattfinden kann. Peter Zölch aus Bad Tölz, der eigentlich beim letzten Konzert auftreten sollte, hat sich spontan bereit erklärt, auch dieses Jahr zu kommen. Dazu kommen weitere Musiker, die aber noch nicht genau feststehen. Und wir hoffen natürlich, dass uns unsere langjährigen Spender auch 2021 treu bleiben.

rst

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