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Der Besuch der Kita „Hand in Hand“ in Eurasburg kostet künftig 15 Euro pro Stunde mehr. Damit will die Gemeinde das Defizit senken.

Gemeinderat Eurasburg

Kinderbetreuung in Eurasburg wird teurer

Eurasburg – 15 Euro mehr im Monat. Eurasburg verlangt künftig höhere Gebühren für Kinderbetreuung. Einem Grünen-Gemeinderat gefällt dieser Beschluss gar nicht.

249 987 Euro: So groß ist das Defizit, das die Gemeinde Eurasburg im vorigen Jahr mit der Kindertagesstätte „Hand in Hand“ erwirtschaftete. Die Gesamtkosten wurden damit nur zu 60,65 Prozent gedeckt. „Wir müssen an der Gebührenschraube drehen“, stellte Kämmerer Markus Gerold in der jüngsten Gemeinderatssitzung fest. „Aber wir können natürlich nicht so erhöhen, dass eine Deckung erreicht wird. Das würde für die Eltern den Rahmen sprengen.“

Ab dem 1. September sollen die Sätze, die sich nach genutzten Stunden errechnen, um jeweils 15 Euro monatlich erhöht werden. So kosten vier bis fünf Stunden künftig 100 statt 85 Euro. Von 95 auf 110 Euro klettert der Satz für fünf bis sechs Stunden, 120 Euro werden für sechs bis sieben Stunden fällig. Die Gebühr für acht Stunden erhöht sich auf 135 Euro. Wer sein Kind länger als acht Stunden aufgehoben wissen möchte, müsste dafür künftig 150 Euro zahlen. „Aber diesen Fall hatten wir bisher nicht“, so Gerold. Nach seinen Berechnungen bringt die „angemessene Erhöhung“ 12 360 Euro mehr an Einnahmen.

„Wir hatten bei den Haushaltsdiskussionen angekündigt, dass wir die Gebührenordnungen anschauen“, rechtfertigte Bürgermeister Moritz Sappl die unpopuläre Maßnahme, mit der sich Hans Urban ganz und gar nicht anfreunden kann. „Ich halte die Diskussion für sinnfrei. An die Gewerbesteuer haben wir uns nicht rangetraut, jetzt holen wir es uns bei den Kleinsten“, echauffierte sich der Grünen-Gemeinderat. „Das füllt nicht die Gemeindekasse, sondern das Kabarettprogramm.“

Unterstützung erhielt er von Parteikollegin Petra Epp, die erklärte: „Ich stimme dem nicht zu, weil ich der Meinung bin, dass Familien eh schon am meisten belastet werden.“ Mit 12:3 stimmte der Gemeinderat einer Anpassung der Gebühren zu. Diese werde auch den Entscheidungsträgern des Beuerberger Kindergartens vorgelegt, sagte Sappl.

Rudi Stallein

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