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Seit Jahrhunderten ein kirchlicher „Markenkern“: Das Kloster Beuerberg in Eurasburg.

Die neuen Hausherren bitten zur Klausur

Café und Biergarten: Die neuen Pläne fürs Kloster

Beuerberg – Die Ausstellung erinnert an das Alltagsleben der Salesianerinnen im Beuerberger Kloster,  und der Biergarten lädt zum Verweilen ein. Das sind die Neuerungen im Kloster.

Anfang Mai 2014 verabschiedeten sich die letzten 14 Ordensschwestern aus dem Kloster Beuerberg (wir berichteten). Fast auf den Tag genau zwei Jahre später kehren sie zurück. Zumindest im übertragenen Sinne. Die Ausstellung „Klausur – Vom Leben im Kloster“ will am Beispiel der Salesianerinnen einen Eindruck vom Alltag der Frauen in einem Klausurkloster vermitteln.

Am Pfingstsamstag (14. Mai) soll die von der Erzdiözese München und Freising organisierte Ausstellung eröffnet werden. „Das ist ein sehr sportlicher Termin“, findet nicht nur Eurasburgs Bürgermeister Moritz Sappl. Denn bis die ersten Besucher durch den Klostertrakt schlendern können, ist nach seinem Wissen noch enorm viel zu tun. Einerseits sind in dem jahrhundertealten Gemäuer strenge Brandschutzvorgaben zu erfüllen. Andererseits möchte die Diözese die Ausstellungsobjekte in einem ansprechenden Ambiente präsentieren und den Gästen „die einzigartige Atmosphäre der Klosteranlage vermitteln“.

Den neuen Hausherren schwebt beispielsweise ein kleiner Laden vor. Ein Biergarten und ein Museumscafé für bis zu 100 Leute sollen die Besucher zum Verweilen einladen. Im Innenhof soll ein Pavillon errichtet werden, in dem während der fünf Monate Kurse und Workshops, Konzerte und Lesungen stattfinden können. Die Klosterküche und das große Refektorium sollen sich in eine Gastronomielandschaft verwandeln. „So würde der große, technisch sehr gut ausgestattete Küchenbereich wiederbelebt“, formuliert die Diözese in ihrem Antrag, über den der Eurasburger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu entscheiden hatte. Weil die Anlage seit 2014 nicht mehr klösterlich genutzt wird, ist eine Nutzungsänderung erforderlich.

Das Anliegen fand uneingeschränkte Zustimmung. „Das ist für den ganzen Ort wichtig“, sagte Ralf Reichenberg. „Wir sollten den Blick ruhig auch auf den eigenen Nutzen richten“, ergänzte Hans Urban, der „ein großes mediales Interesse“ an dem Projekt und somit indirekt an der Gemeinde vermutet. Maria Urban empfahl „bei aller Euphorie, die grundlegenden Sachen nicht aus den Augen zu verlieren“. Der Familienreferentin liegen die sanitären Anlagen am Herzen: Das sei bei bis zu 200 Besuchern, die gleichzeitig in die Ausstellung dürfen, nicht ganz unwichtig. „Das ist optimal, was Besseres kann uns nicht passieren“, sagte Peter Goepfert zu dem Projekt. Klaus Koch träumte schon über das Ende der Ausstellung am 16. Oktober 2016 hinaus: „Ein dauerhaftes museales Element im Kloster wäre schon schick für unsere Gemeinde.“

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