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Kandidieren für den Eurasburger Gemeinderat: Die CSU-Mitglieder ( v. li.) Albert Berghofer, Stephanie Deimhard, Maria Urban, Klaus Huber, Marianne Grad und Markus Sanner. 

Für den Gemeinderat

Kommunalwahl 2020: Eurasburger CSU schickt sechs Bewerber ins Rennen

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Sechs Bewerber hat die Eurasburger CSU für den Gemeinderat. Für den Posten des Bürgermeisters konnte sie bei der Aufstellungsversammlung entgegen ihrer eigenen Tagesordnung allerdings niemanden präsentieren.

Eurasburg An markigen Wahlsprüchen fehlte es nicht bei der Aufstellungsversammlung der Eurasburger CSU. „Wir haben ein Motto“, stellte der Ortsvorsitzende Peter Pelz gleich zu Beginn der Veranstaltung am Dienstagabend im Restaurant „Da Gianni“ fest. Und das lautet: „Nicht reden, sondern bewegen.“ Deshalb ging es dann auch gleich zügig ans Wesentliche.

Mit einem verbalen Seitenhieb auf lokale, grüne Konkurrenz („wir sind etwas geplagt, weil ein weiterer Landratskandidat aus unserer Gemeinde kommt“) begrüßte Pelz den Landratskandidaten der Christsozialen, Anton Demmel. Der Königsdorfer Bürgermeister gestaltete seine Begrüßungsansprache nur wenig ausführlicher als die Wolfratshauser CSU-Vorsitzende Susanne Thomas, die den Job der Wahlleiterin übernahm. Sie monierte sogleich einen gravierenden Fehler. Der Tagesordnungspunkt 3.2 („Wahl des Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2020“) entpuppte sich quasi als Fake-News (auf Deutsch: Falsche Nachricht, die dazu dient, etwas vorzutäuschen, was nicht der Fall ist). Denn ein Bewerber für den Chefsessel im Eurasburger Rathaus ist bei den Christsozialen nicht in Sicht. Doch der Fehler war schnell erklärt. Er habe den Punkt sicherheitshalber ins Programm genommen, entschuldigte sich der Verfasser der Tagesordnung: „Wegstreichen geht leichter als hinzufügen“. Pelz ergänzte: „Wir haben niemanden gefunden, der sich aufstellen lassen mag.“

Dafür gibt es sechs Bewerber für einen Sitz im Gemeinderat – drei Frauen und drei Männer. An Position eins steht die Gemeinderätin und Familienbeauftragte Maria Urban. Für frischen Wind möchte Stephanie Deimhard sorgen. Die 30-jährige Volljuristin, beruflich am Landratsamt in Fürstenfeldbruck beschäftigt, erklärte, sie würde sich „freuen, als Frischling eine Chance im Gemeinderat zu bekommen“. Sie setzt sich zum Ziel, „junge Leute für die Politik zu interessieren“. Markus Sanner kandidierte bei den Kommunalwahlen 2014 noch für die Herrnhauser Liste. Nun wünscht sich der Verwaltungswirt am Bundesfinanzhof – Hobbys Nebenerwerbslandwirt, Feuerwehrler und Musiker – als CSU-Kandidat „eine Chance zu bekommen und im kommunalen Bereich etwas bewegen“.

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Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Herrenhausen und seit vier Jahren als Jugendtrainer beim SV Eurasburg-Beuerberg engagiert sich Kaminkehrer Klaus Huber in der Gemeinde. Zwei alte Bekannte komplettieren die Kandidatenliste. Marianne Grad (70) war bereits von 1990 bis zum Jahr 2000 im Eurasburger Gemeinderat vertreten. Dort schied sie aus, als sie bei der Gemeinde Münsing angestellt wurde. „Ich weiß, was mich erwarten würde“, sagte die Rentnerin. „Aber die Jungen haben den Vortritt.“

Das meinte auch Albert Berghofer. Er habe sich „nochmal breitschlagen lassen, auf der Liste zu kandidieren“, ließ der langjährige Vorsitzende des Eurasburger CSU-Ortsverbands anklingen, dass er lieber den lokalpolitischen Nachwuchs im Gemeinderat sehen würde.

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Die drei Frauen und drei Männer wurden mit den Ja-Stimmen von acht der neun anwesenden und wahlberechtigten Mitglieder gewählt. Nicht mehr für den Gemeinderat kandidieren werden die derzeitigen CSU-Gemeinderäte Peter Furtner und Stefan Bauer. „Das finde ich ausgesprochen schade“, bedauerte Maria Urban das Ausscheiden ihrer Sitznachbarn im Gremium. Bei beiden seien berufliche Gründe ausschlaggebend gewesen, so die Familienbeauftragte.

Die Kandidaten

1. Maria Urban, 63, Bäuerin (Unterherrnhausen) 2. Stephanie Deimhard, 30, Volljuristin (Eurasburg) 3. Markus Sanner, 36, Diplomverwaltungswirt (Oberherrnhausen) 4. Klaus Huber, 48, Kaminkehrer (Unterherrnhausen) 5. Marianne Grad, 70, Rentnerin (Eurasburg) 6. Albert Berghofer, 61, Elektromeister (Beuerberg)

Mehr zur Kommunalwahl in Bad Tölz-Wolfratshausen finden Sie auf unserer Themenseite.

rst

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