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So oder so ähnlich könnte der Gebäudekomplex mit Nahversorger aussehen. 

Gemeinderat beschließt

Nahversorger: Eurasburg schließt Vorvertrag mit Ten Brinke

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Nach einer hitzigen Diskussion konnten sich die Gemeinderatsmitglieder in der jüngsten Sitzung einigen. Die Pläne für den Nahversorger in Eurasburg werden konkreter.

Eurasburg – Damit hatte Moritz Sappl offensichtlich nicht gerechnet. „Hoppla, einstimmig“, entfuhr es dem Eurasburger Bürgermeister, als der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend geschlossen dafür stimmte, zwischen der Wolfratshauser Firma Ten Brinke und der Gemeinde einen „städtebaulichen Vorvertrag“ über den Bau von einigen Wohnhäusern mit integriertem Supermarkt abzuschließen. Davon war nach der vorangegangenen Diskussion nicht unbedingt auszugehen.

„Vorvertrag ist bindend“

Der Vorvertrag regele lediglich den rechtsfreien Raum, bis ein endgültiger Vertrag unterschrieben sei, erläuterte Sappl. Aber er verpflichte beide Parteien, gewisse Eckpunkte zu erfüllen. „Das ist mehr als eine Interessensbekundung, ein Vorvertrag ist bindend“, ergänzte der angehende Bauamtsleiter Joseph Wodak. „Er dokumentiert den festen Willen und die Ernsthaftigkeit der Gespräche.“ Auch deshalb lagen ein paar vom Vertragspartner in der vom Gemeinderat vorgelegten Ausführung gestrichenen Wünsche Grünen-Gemeinderat Klaus Koch wie ein schwer verdaulicher Kloß im Magen.

Wie berichtet will das Wolfratshauser Wohnungsbauunternehmen im Ortszentrum einen Wohn- und Geschäftskomplex errichten, bestehend aus vier Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 18 Wohneinheiten sowie einem Einzelhandelsgeschäft mit 1200 Quadratmetern Fläche, in den ein Vollsortimenter einziehen soll. Die Gemeinde möchte die Wohnungen als sozialen Wohnraum für Einheimische zur Verfügung stellen. Der Investor billigt der Gemeinde bislang jedoch nur zu, dass sie in einem befristeten Zeitraum von einem Monat Wohnungen für den „Eigenbedarf“ erwerben kann. Danach sollen die Wohnungen fünf Monate lang nur Ortsansässigen angeboten werden, ehe sie auf den freien Markt gehen.

Dritter Landrat: „Lebensmittel-Discounter muss sicher sein“

Das geht Koch nicht weit genug. „Es muss sicher sein, dass da ein Lebensmittel-Discounter einzieht“, monierte der dritte Landrat die Formulierung, dass auch eine Schank- und Speisewirtschaft oder Beherbergungsbetriebe als mögliche Beleger der Ladenfläche in Frage kämen. Zudem müsse „ein erkennbarer Mehrwert für die Gemeinde gegeben sein, und zwar materiell“, so Koch weiter. Er meint damit: „Die Gemeinde sollte zwei Wohnungen zum Herstellungspreis kaufen können.“

Eine solche Forderung habe wenig Chancen, erklärte der Bürgermeister. „In dem Punkt beißen wir auf Granit“, so Sappl. Koch würde es auf einen Bisstest ankommen lassen: „Wenn wir Nein sagen, ist unser Granit härter als der des Investors.“ Ganz so sei das nicht. Denn ein Baurecht für das betreffende Grundstück liege in jedem Fall vor, lediglich die Ausgestaltung sei dann diskutabel, betonte Wodak. Verhindern könne man die Bebauung nicht, aber die Kombination mit dem Nahversorger werde es bei einem Nein vermutlich nicht geben.

Widerspruchslos für Vorvertrag

„Es ist sinnvoll, sich Gedanken zu machen, dass man nicht über den Tisch gezogen wird. Aber wir sollten uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen“, hegte der zweite Bürgermeister Roland Grünwald Bedenken, der Investor könne sonst womöglich abspringen. „Das wird dann nachher uns angelastet. Für mich ist der Vorvertrag durchaus vertretbar.“ Der Meinung schloss sich der Gemeinderat letztlich widerspruchslos an.

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