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Farbenfrohe Bühne: Rund 200 Zuschauer verfolgten das Benefizkonzert des TUN-Vereins mit den nouWell-Cousines in Beuerberg.

Hohe Küche für Augen und Ohren

nouWell-Cousines treten für TUN-Verein auf

Eurasburg – Rund 200 Besucher kamen in dem schlichten Saal mit der buntdekorierten Bühne, um einen liebevoll organisierten Abend zu verbringen. Heuer lud der TUN-Verein die Quinteens und die nouWell-Cousines ein.

Bereits eine Viertelstunde nach Einlass mussten im Beuerberger Pfarrheim zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Und das, obwohl man schon mit einem großen Ansturm gerechnet hatte. „Das ist der große Name der Familie Well“, sagte Ursula Goepfert vom TUN-Verein, der das Benefizkonzert veranstaltete. „Wer die kennt, der kommt.“ Rund 200 Besucher kamen in dem schlichten Saal mit der buntdekorierten Bühne, um einen liebevoll organisierten Abend zu verbringen. Seit 2002 lädt der Verein regelmäßig zum Benefizkonzert ein. Heuer waren die Quinteens und die nouWell-Cousines zu Gast.

Den musikalischen Teil des Abends eröffneten Lillemor Pauli, Lina Dinzinger, Jasmin Buxbaum, Polina Alekseev und Theresa Gerardy. Als Quinteens machen sich die jungen Damen seit zwei Jahren einen Namen als A-cappella-Band. Das Singen gelernt haben sie bei Wolfratshausens Kinderchorleiter Yoshihisa Kinoshita. Mit einer Mischung aus Klassikern wie „Lollipop“, nordischen Weisen und melancholischen Melodien wie Billy Joels „So it goes“ erfreuten sie Augen und Ohren der Zuhörer.

Das entging auch den Hauptdarstellern des Abends, nicht: „So a hübsche Vorband hamma no nia g’habt, und stimmlich war’s aa supa. Das Gesamtpaket passt“, kommentierte Maria Well. Über die Qualität der nouWell-Cousines selbst lässt sich nur schwer streiten, sind sie doch eine Institution in der bayerischen Musikszene. Erst voriges Jahr war die Gruppe zusammen mit den Well-Brüdern mit der Bairischen Sprachwurzel geehrt worden. Angekündigt war ein „haute cuisine nicht für den Gaumen, sondern für die Ohren“: eine fröhliche Mischung aus Volksmusik, frechen Liedern und klassischen Stücken. Bekommen haben die Zuhörer einen sehr gelungenen Mix aus Volksmusik, Comedy und virtuosem Geigenspiel.

Männer und Frauen bekamen genauso ihr Fett weg wie die Beuerberger CSU, und Themen wie Augenbeichte und Organhandel waren in Kombination mit Instrumentenbeherrschung und Mitsingtexten für das Publikum als Stimmungsmacher geeignet. Seinen Höhepunkt erreichte der Abend bei einer Showeinlage von Maria und Maresa Well: Hübsche Damen, die auf Highheels schuhplatteln, sieht man nicht alle Tage.

Dass sich der TUN-Verein auch außerhalb solcher Veranstaltungen vor allem um Jugendliche kümmert, haben seine Mitglieder mehrfach bewiesen: Gefördert wurden zum Beispiel eine Schulassistenz an der Geretsrieder Mittelschule, die Arbeit des Zentrums für Umwelt und Kultur Benediktbeuern mit straffällig gewordenen Jugendlichen sowie die Mittagsbetreuung an der Franz-Marc-Schule in Geretsried. Beim diesjährigen Benefizkonzert sind ungefähr 4000 Euro für den guten Zweck zusammengekommen.

von Carina Sappl

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