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Die Segnung des umgebauten Rathauses zelebrierten (v. li.) die Pfarrer Martin Kirchbichler und Christian Moosauer. Bürgermeister Moritz Sappl und viele Besucher trafen sich danach zum Tag der offenen Tür.

Neuer Lift und neue Heizung

Darum wurde das Rathaus für 1,2 Millionen Euro umgebaut

Eurasburg – Der Umbau des Eurasburger Rathauses ist fertig. Beim Tag der offenen Tür erklärten die Verantwortlichen den Umbau.

Nach 30 Jahren ist es Zeit für Veränderung. So war das auch mit dem Eurasburger Rathaus, das im Lauf der Jahrzehnte zu klein geworden war. „Arbeitsplätze fehlten ebenso wie Aufenthaltsräume und Besprechungsräume. Platz für die notwendige Technik waren nicht mehr vorhanden, von Barrierefreiheit und energetischer Optimierung gar nicht zu sprechen“, erläuterte Bürgermeister Moritz Sappl die Gründe für den Umbau. Mit einer feierlichen ökumenischen Segnung wurde er am Wochenende abgeschlossen.

Rund 350 Bürger nutzten die Gelegenheit, um einen Blick hinter die Kulissen des Rathauses zu werfen. Im Oktober 2014 war mit den Planungen, im Februar 2015 mit dem Umbau begonnen worden. Auf knapp 1,2 Millionen Euro werden sich voraussichtlich die Kosten belaufen. Während Bauarbeiter und Handwerker ein und aus gingen, den Sitzungssaal mit neuer Medientechnik und einer Akustikdecke ausstatteten und einen Aufzug über drei Etagen bauten, lief der Rathausbetrieb weiter. Auch wenn Mitarbeiter und Zugangstüren öfter mal an anderer Stelle zu finden waren.

Unter anderem wurde ein barrierefreier Zugang geschaffen. Die Heizzentrale wurde komplett erneuert und der Ölbrenner ersetzt durch eine Nahwärmeversorgung, die an den 270 Meter entfernten Bauhof angeschlossen ist. „Ein klares kommunales Zeichen weg vom Öl, hin zu regenerativen Energien“, sagte Sappl. Eine Fotovoltaikanlage liefert Strom für den Eigenverbrauch, der Überschuss wird ins Netz gespeist.

Die gravierendsten sichtbaren Veränderungen wurden im Untergeschoss vorgenommen, wo sich anstelle des alten Vereinsraums nun vier Büros und ein Aufenthaltsraum befinden. Die Vereine treffen sich künftig im Sitzungssaal, die Schützen sind mit ihrem Schießstand in die Turnhalle gezogen. Weggefallen sind die privaten Feiern im ehemaligen Vereinssaal. „Das ist schade, aber es ist auch keine gemeindliche Pflichtaufgabe“, sagte Sappl.

Von der vielseitigen Nutzbarkeit des Sitzungssaals, in dem „wichtige und wertvolle Entscheidungen zum Wohle der Gemeinde getroffen werden“, wie Pfarrer Martin Kirchbichler in seiner Segnungsansprache vor dem Rathaus hervorhob, konnten sich die Besucher am Ende ihres Rundgangs überzeugen. Der großzügige, lichtdurchflutete Raum unterm Dach diente ausnahmsweise als Speisesaal. Das Buffet war nebenan aufgebaut – im neuen Trauungszimmer.

von Rudi Stallein

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