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Das umgebaute Eurasburger Rathaus wurde im vergangenen Oktober eingeweiht. 

Kostensteigerung um zehn Prozent

Rathausumbau teurer als gedacht

1,24 Millionen Euro kostete der Umbau des Eurasburger Rathauses – knapp zehn Prozent mehr, als bei Beginn der Arbeiten angenommen. Diese Zahlen gab Bürgermeister Moritz Sappl in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt.

Eurasburg – 1,24 Millionen Euro kostete der Umbau des Eurasburger Rathauses – knapp zehn Prozent mehr, als bei Beginn der Arbeiten angenommen. Diese Zahlen gab Bürgermeister Moritz Sappl bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstagabend bekannt.

Insgesamt belaufen sich die Mehrkosten auf genau 110 966,02 Euro. Der größte Anteil davon, rund 36000 Euro, entfallen auf den Posten „Nahwärme“. Die Kosten für die Anbindung der alten Heizung an die Hackschnitzelleitung waren auf 65 000 Euro geschätzt worden und landeten letztlich bei Kosten in Höhe von 101 000 Euro.

„Während der Bauarbeiten sind zudem bauliche Sachen festgestellt worden, die Nachbesserungsbedarf erforderten“, sagte der Bürgermeister und begründete damit zusätzliche Posten wie beispielsweise die 10 000 Euro, die für „Abfangmaßnahmen für die Unterzüge“ im Rahmen der Bürobauarbeiten ungeplant anfielen. Rund 7000 Euro seien für Tiefbau- und Pflasterarbeiten am neuen Behindertenparkplatz hinzugekommen.

„Auf der anderen Seite haben wir aber auch den Leistungsumfang erweitert“, erläuterte Sappl. „Das Bauamt wurde umgebaut, die Treppenhäuser wurden offener, lichtdurchfluteter gestaltet.“ Durch den Umbau sind acht zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden, die Sozial- und Technikräume wurden modernisiert, das gesamte Gebäude ist nun barrierefrei und der Sitzungssaal technisch aufgerüstet. „In sich ist das eine gesunde, runde Sache“, betonte das Gemeindeoberhaupt.

Nur Hans Urban (Grüne) übt Kritik

Hans Urban monierte, dass der Umbau vor einem Jahr womöglich etwas zu überhastet gestartet worden sei, wodurch Fördermittel verschenkt worden seien. Als Beispiel führte er eine „nahezu deckungsgleiche Baumaßnahme“ in Benediktbeuern an, wo man sich mehr Zeit gelassen und so 650 000 Euro Zuschuss eingestrichen habe. „Wir haben Möglichkeiten der Bezuschussung vorher geprüft und eine negative Aussage erhalten“, entgegnete Moritz Sappl. „Als vor drei Jahren der Umbau geplant wurde, ist alles abgefragt worden. Damals ist deutlich gesagt worden: Das müsst ihr schon selbst schultern“, bestätigte Peter Goepfert im Gespräch mit unserer Zeitung. „Warum das in Benediktbeuern heuer anders ist, weiß ich noch nicht.“

Hans Urban regte an: „Es sollte uns für die Zukunft eine Lehre sein, dass wir für solche Großprojekten noch genauer überlegen, was zu tun ist, und das Geld überlegter einsetzen.“

Dass es wenig Sinn gemacht hätte, den Umbau länger hinaus zuschieben, meinte Ralf Reichenberg. „Die haben doch, salopp gesagt, übereinander gesessen. Der Umbau war zwingend erforderlich.“ Zu den entstandenen Mehrkosten sagte der Dritte Bürgermeister: „Wenn ich so ein altes Haus anpacke, gibt es immer Dinge, die ich nicht vorhersehen kann.“ Schließlich gab der Gemeinderat dem Kostenplan mit 14:0 Stimmen sein Einverständnis. Rudi Stallein

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