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Ehrfürchtig bewunderten die Besucher das komplexe Kunstwerk im Gartenpavillon des Klosters Beuerberg.
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Ehrfürchtig bewunderten die Besucher das komplexe Kunstwerk im Gartenpavillon.

Ausstellungseröffnung

Kloster Beuerberg: „Schwarze Madonna“ als Publikumsmagnet

  • vonPeter Herrmann
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Über ein Jahr benötigte die niederbayerische Silberschmiedin Bettina Dittlmann, um eine Nachbildung der berühmten Altöttinger „Schwarzen Madonna“ mit Stoff, Drähten und Schmuck auszustatten.

  • Künstlerin Bettina Dittlmann hat eine Nachbildung der „Schwarzen Madonna“ gefertigt
  • Der Entstehungsprozess war aufwendig: Ein Jahr benötigte die Silberschmiedin
  • Bis zum 1. November ist das Kunstwerk im Gartenpavillon des Klosters Beuerberg zu sehen

Beuerberg – Da passte es gut, dass sie ihr komplexes Kunstwerk ausgerechnet am symbolträchtigen Himmelfahrtstag im Gartenpavillon des Klosters Beuerberg erstmals der Öffentlichkeit präsentieren durfte. „Ich bin hier mit wahnsinniger Freude und möchte allen danken, die mich bei dieser Arbeit unterstützt haben“, erklärte die 56-Jährige vor rund 100 Gästen.

Schon kurz vor der Ausstellungseröffnung bildete sich eine lange Menschenschlange vor dem schwarzen Gartenpavillon. Aufgrund der Corona-Bestimmungen durften nur maximal acht Besucher gleichzeitig das dunkle Innere betreten. Dort bewunderten sie das komplexe Kunstwerk.

Berichtete über den langwierigen Entstehungsprozess ihrer Arbeit: Bettina Dittlmann im Garten des Klosters.

„Immer wenn ich dachte, ich bin fertig, kam eine neue Herausforderung auf mich zu“, erinnerte sich Dittlmann an den aufwendigen Entstehungsprozess. So schuf sie aus dünnen Eisendrähten und beschädigten Edelsteinen zwei Kronen für eine barocke Devotionalkopie des Altöttinger Gnadenbilds. Mit den verwendeten Motiven Kreuz, Herz und Anker symbolisiert die Künstlerin nach eigenen Worten die christlichen Werte Glaube, Liebe und Hoffnung. Schwierig gestaltete sich die Suche nach einem Stoff für die Bekleidung. Fündig wurde sie im Kloster Beuerberg. Dort lagerten grob gewebte Verdunklungstücher, die die Nonnen während des Zweiten Weltkriegs vor Bombenangriffen schützen sollten.

Zudem staunten die Besucher der Ausstellung über die etwa fünf Meter lange Strecke, die innerhalb des Pavillons zur Vitrine führt. Dittlmann hatte Eisenspäne auf Neodym-Magnete verstreut. So entstanden bizarr anmutende Eisenblumen. Zu Magneten hat die gebürtige Passauerin ohnehin ein besonderes Verhältnis. „In der Elektroingenieurwerkstatt meines Vaters lagen immer Magnete rum, mit denen ich und mein Bruder gespielt haben“, erinnerte sich Dittlmann. Sie dankte auch ihrem Mann Michael Jank, der die verschiedenen Schritte ihrer Arbeit fotografisch begleitete. Das Ergebnis ist im für 20 Euro erhältlichen Ausstellungskatalog zu sehen.

Ehrenplatz in Freising für die „Schwarze Maria“

Dr. Christoph Kürzeder, Direktor des derzeit wegen Renovierung geschlossenen Diözesanmuseums in Freising, übergab der Künstlerin nicht nur einen traditionellen Himmelfahrtsbuschen. Er kündigte auch an, dass ihre „Schwarze Maria“ bei der für das Jahr 2021 anvisierten Wiedereröffnung einen Ehrenplatz in Freising bekommen wird. Kürzeder lobte Dittlmann als Silberschmiedin, die „tief in die menschliche Psyche einsteigt und mit viel Ehrfurcht an die Aufgabenstellung heranging“. Für die musikalische Begleitung am Eröffnungstag sorgten der ehemalige LaBrassBanda-Tubist Andreas Hofmeir und Barbara Schmelz. Die Bewirtung der Gäste übernahm das Team der Klosterküche.

Info

Die Ausstellung „Die Kleider der Maria“ ist bis zum 1. November im Gartenpavillon des Klosters Beuerberg zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Schulkassen nach Anmeldung.

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