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Demnächst soll sich ein Supermarkt in Eurasburg ansiedeln. Den Vertrag mit dem Investor soll Bürgermeister Moritz Sappl aushandeln. 

Vertrag mit dem Investor wird verhandelt

Supermarkt nimmt die nächste Hürde

Eurasburg - Der neue Supermarkt im Zentrum von Eurasburg wird immer konkreter: Jetzt hat der Gemeinderat den Bürgermeister ermächtigt, den Durchführungsvertrag abzuschließen. Die Kritik aus den Reihen der Grünen allerdings verstummt nicht. 

Eurasburg– Das Einzelhandelsprojekt im Zentrum von Eurasburg hat eine weitere Hürde genommen. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat am Dienstagabend den mit dem auf Baurecht spezialisierten Rechtsanwalt Jürgen Busse erarbeiteten Vertragsentwurf und ermächtigte den Bürgermeister, den Durchführungsvertrag mit dem Investor abzuschließen. Neben einigen wesentlichen, bereits im Vorfeld mit dem Vertragspartner abgestimmten Eckpunkten sind laut Rathauschef Moritz Sappl in der Zwischenzeit weitere Punkte in das Vertragswerk eingearbeitet worden.

Wie berichtet hat sich die Gemeinde ausbedungen, aus den zum Gesamtkomplex gehörenden vier Mehrfamilienhäusern Wohnungen für den „Eigenbedarf“ erwerben zu können. Dies billigt der Investor offenbar für einen Zeitraum von einem Monat zu. Anschließend sollen die Wohnungen fünf Monate lang Gemeindebürgern angeboten werden, ehe sie auf dem freien Markt offeriert werden. Ferner ist die Einrichtung einer öffentlichen Toilette gewünscht sowie die Installation von Ladestationen für Elektro-Fahrräder. Diese sollen den Kunden des neuen Supermarkts während des Einkaufs kostenfrei zur Verfügung stehen.

Hans Urban sieht weiterhin „Ungereimtheiten“

Hinsichtlich des in dem Komplex geplanten Vollsortimenters sieht Hans Urban noch einige „Ungereimtheiten“. Nach gängigen Berechnungskriterien seien die vorgesehenen 63 Parkplätze für ein Objekt dieser Größe bei Weitem nicht ausreichend, erklärte er. Für 100 Quadratmeter Verkaufsfläche würden gewöhnlich zehn Stellplätze kalkuliert – das wären im vorliegenden Fall 110 Plätze. Urban: „Wenn einer Umsatz machen will, braucht er die Parkplätze. Das ist für mich ein Indikator, dass es dem Bauwerber an Ernsthaftigkeit fehlt.“,

Unterstützung erhielt der Grünen-Gemeinderat von seinem Parteikollegen Klaus Koch. „Für uns, für die Gemeinde, muss sicher sein, dass da ein Vollsortimenter reinkommt und nicht mit dem Versprechen Baurecht erschlichen wird“, sagte Koch. Oder wie es Urban formulierte: „Statt eines Lebensmittelladens haben wir da plötzlich Lagerverkauf.“ Die Gefahr, dass man plötzlich mit einer unerwünschten Nutzungsänderung konfrontiert werde, sei nicht gegeben, erklärte dazu Bauamtsleiter Joseph Wodak. Zwar könne man darüber diskutieren, ob ein Discounter oder ein Vollsortimenter einziehe. Alles andere sei jedoch ausgeschlossen. Rathauschef Sappl betonte: „Eine Nutzungsänderung ist ohne Zustimmung der Gemeinde nicht möglich.“ Rudi Stallein

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