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Sie ist wieder da: Über die Rückkehr der Pumpe aus dem Jahr 1940 freuen sich (v. li.) Hans Rammelmaier, Hans Steigenberger, Silvia Hitthaler, Alfred Hitthaler, Katarina Sultzer und Mathias Petito von der Eurasburger Feuerwehr. 

Feuerwehr Eurasburg

Verschollene Pumpe kehrt nach 60 Jahren zurück

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Ein historisches Stück ist bei einer Werkstattauflösung im Landkreis Erding aufgetaucht – sehr zur Freude der Feuerwehr Eurasburg. Sie hat ihre verschollene Pumpe wieder.

Eurasburg – Mit einer freudigen Überraschung begann das neue Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Eurasburg: Eine nach dem Krieg verschollene Tragkraftspritze vom Typ TS8/8, Baujahr 1940, fand unverhofft den Weg zurück zu ihren früheren Besitzern.

Eine Woche vor der Jahresversammlung Ende Januar erhielt der damalige Vorsitzende Mathias Petito einen Anruf aus St. Wolfgang, einer 4000-Seelen-Gemeinde im Südosten des Landkreises Erding. Dort war die im früher üblichen Polizeigrün lackierte Spritze, die einst dazu diente, bei einem Brand aus offenen Gewässern, Löschwasser anzusaugen, und nach der man so lange gesucht hatte, unverhofft aufgetaucht. „Sie hat wohl jahrzehntelang bei einem Schmied, der sie vermutlich von einem Alteisenhändler gekauft hat, im Stadl gelegen“, sagt Petito. Als die Werkstatt nun aufgelöst wurde, war der Sohn des Schmieds auf das historische Stück gestoßen.

„Es gab davon während des Krieges hier in der Gemeinde zwei Stück, eine in Happerg und eine in Eurasburg“, erinnert sich Petito. Während die Happerger Spritze immer im Besitz der Feuerwehr geblieben und auf diversen Festzügen mitgeführt und präsentiert worden war, war das zweite Stück in den Nachkriegswirren verloren gegangen. „Womöglich wurde sie von den Alliierten mitgenommen und irgendwo an einen Schrotthändler verkauft“, vermutet der Eurasburger. Sie habe ein bisschen Rost angesetzt. Ansonsten sei das Museumsstück aber in einem guten Zustand.

Dank der Spenden einiger Feuerwehrkameraden wurde die alte Pumpe zwischenzeitlich zurückgekauft und wieder nach Eurasburg geholt, wo sie demnächst wieder hergerichtet werde. Im Gegenzug, sagt Mathias Petito, habe man fünf Feuerlöscher und fünf Rauchmelder in der Gemeinde St. Wolfgang abgeliefert. rst

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