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Sieben Wohnungen sollen nach der neuen Variante in Bruggen entstehen. 

Soziales Wohnungsbauprojekt

Wohnungsbau in Bruggen: Abgespeckte Version findet Anklang

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Zum dritten Mal in Folge stand das Projekt „Wohnungsbau Bruggen“ auf der Tagesordnung der Eurasburger Gemeinderats. Und allmählich nimmt das soziale Wohnungsbauprojekt Gestalt an.

Eurasburg– Nachdem zuletzt das Modell eines „schrecklichen Mehrfamilienhauses“ (Peter Goepfert) sang und klanglos durchgefallen war (wir berichteten), präsentierte Architektin Onni Rebholz nun gleich zwei „überplante“ Varianten des ursprünglichen Vorschlags.

An den bisherigen Modellen gab es zwei wesentliche Kritikpunkte: die Größe der Baukörper sowie die Anzahl der Wohnungen. Der „Klotz“ könnte die architektonische Harmonie empfindlich stören, befürchten Kritiker. Die vielen Wohneinheiten führten in der beschaulichen Ansiedlung zu einer „Bevölkerungsexplosion“: Die Einwohnerzahl würde sich auf einen Schlag mehr als verdoppeln.

Wohnfläche wurde leicht verringert

Beide Aspekte wurden in den überarbeiteten Modellen berücksichtigt. Ausgangspunkt ist eine aus zwei miteinander verbundenen Häusern bestehende Wohnanlage. In der Variante 1A würde der untere, massivere Baukörper von 26,7 auf 24 Meter reduziert. Die Wohnfläche würde sich leicht verringern, die Zahl der Wohnungen jedoch bei acht bleiben. Anders in Variante 1B: Sie sieht nur noch sieben Wohnungen vor, je eine Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnung, drei Drei-Zimmer- sowie zwei Vier-Zimmer-Wohnungen. Der Baukörper ist nochmals reduziert und misst nur noch 22,5 Meter.

Sympathie mit Variante 1B

„Für meinen Geschmack ist das machbar und kommt auch der Bevölkerung entgegen“, bekundete Ralf Reichenberg Sympathie mit Variante 1B. Klaus Koch plädierte für so viele Wohnungen wie möglich, was für den ersten Vorschlag sprechen würde. Marcus Fichtner monierte, dass sich der Baukörper zu wenig in die umliegende Bebauung einfüge. „Wenn ich mir den Ort anschaue, dann haben wir nicht so einen großen Bau“, stellte Fichtner die Ortsverträglichkeit des gemeindlichen Bauvorhabens in Frage. Hans Urban hegte die Befürchtung: „Wir zäumen das Pferd von hinten auf und reiten es zu Tode.“ Soll heißen: Ohne zuvor die Finanzierung geregelt und das Baurecht geklärt zu haben, könne eine Diskussion über ein solches Projekt nicht zielführend sein. Alexander Sebald appellierte, die Diskussionen nicht endlos fortzuführen: „Es ist reduziert von der Größe, das ist auch für die Anlieger besser – aber dann muss es auch gut sein.“

Mit der von Hans Urban angekündigten Gegenstimme („Von mir gibt’s eine Ablehnung zu allem, was heute vorgeschlagen wird“) votierte der Gemeinderat geschlossen für die flächen- und wohnungsreduzierte Variante. Diese kann nun in die Detailplanung gehen und auf die Förderrichtlinien abgestimmt werden. Nicht zuletzt steht noch eine genaue Kostenkalkulation aus. Architektin Rebholz schätzt die Kosten für die neue Variante auf 1,73 Millionen Euro, für das ursprüngliche Modell waren es knapp zwei Millionen.

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