Cannabis
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Auf der Fahrt zu McDonalds wurde ein 33-Jähriger kontrolliert. Er hatte Cannabis und Kokain konsumiert. (Symbolfoto)

„werde in Zukunft brav bleiben“

Zugedröhnt am Steuer: Eurasburger Wiederholungstäter will jetzt clean bleiben

  • vonRudi Stallein
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Ein 33-Jähriger musste sich jüngst vor Gericht verantworten. Der Eurasburger hatte Cannabis und Kokain konsumiert und fuhr zugedröhnt mit dem Auto zu einem Schnellrestaurant.

Eurasburg/Wolfratshausen – Die zwei Polizeibeamten hatten den richtigen Riecher: Der Fahrer eines VW Polo, den sie am 23. April vorigen Jahres bei Eurasburg einer Kontrolle unterzogen, saß zugedröhnt hinterm Lenkrad. Eine Blutprobe ergab, dass das Zittern und die Fahrigkeit des Mannes während der Kontrolle auf den Konsum von Cannabis und Kokain zurückzuführen waren. In der Wohnung des 33-Jährigen fand die Polizei am selben Tag rund 120 Gramm Haschisch und Marihuana. Nun wurde der Eurasburger vom Schöffengericht am Amtsgericht Wolfratshausen zu einer Haftstrafe von 17 Monaten verurteilt. Die Vollstreckung wurde für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Über seinen Anwalt ließ der Angeklagte erklären, er räume beide Vorwürfe ein. Ende 2010 war der Eurasburger schon einmal wegen des Erwerbs von Betäubungsmitteln und dem Besitz verbotener Waffen zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden. 2014 wurde die Strafe erlassen. Seit jener Verurteilung sei sein Mandant drogenfrei gewesen, erläuterte Verteidiger Peter J. Guttmann. Das änderte sich, als sich Ende November, Anfang Dezember 2018, die langjährige Freundin sich von ihm trennte. Silvester 2018 kam der Rückfall: „Er hat ordentlich mitgefeiert, auch mit Kokain“, so der Anwalt. In der Folgezeit konsumierte der Beschuldigte „immer wieder Gras und Haschisch“. „Nach Feierabend, jeden Tag“, ergänzte der Angeklagte. Bis zu dem Moment, als er auf der Fahrt zu McDonalds von der Polizei kontrolliert wurde.

Seitdem habe der versucht, vom Rauschgift loszukommen. „Blödheit und vielleicht Bammel vor dem Prozess“, habe im vergangenen Frühjahr nochmals zu einem kurzen Rückfall geführt. Seither sei er clean, was zwei negative Drogentests belegten.

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Helmut Berger verurteilte den Installateur zu einer Freiheitsstrafe 17 Monaten auf Bewährung sowie einer Führerscheinsperre von drei Monaten. Es folgte damit dem Antrag der Verteidigung, der Staatsanwalt hatte drei Monate Haft und fünf Monate Führerscheinentzug mehr beantragt. Zur Auflage machte das Gericht dem Verurteilten 2000 Euro Geldbuße an die Bergwacht Bad Tölz, ein Drogenkonsumverbot sowie Beratungsgespräche bei der Caritas zur Erörterung eines eventuell erforderlichen Therapieplans. „Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist und werde in Zukunft brav bleiben“, versprach der Angeklagte. Er nahm das Urteil an.  rst

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