Fallkerb-Anlage als Königsdisziplin

- 15 Landwirte beweisen beim Forstlichen Wettbewerb ihr Können

<P>In der Ausbildungszeit zum Landwirt sei die Teilnahme an zwei Wettbewerben vorgeschrieben, sagte die Ausbildungsberaterin am Landwirtschaftsamt, Annegret Pickelmann. Geprüft wurden die angehenden Landwirte, die einen Tag lang auf den Wettbewerb vorbereitet wurden, in verschiedenen Disziplinen. So galt es beim Wissenstest, Fragen zur Forstwirtschaft, zum Jagdrecht oder zur naturnahen Bewirtschaftung der Wälder zu beantworten. Wichtig, jedoch nicht gerade leicht sei der so genannte Erkennungstest, erklärte Peter Lechner vom Forstamt. Dabei mussten die Prüflinge 15 verschiedene Baumarten erkennen. Bereiteten Birke, Tanne oder Fichte kaum Schwierigkeiten, waren Eibe oder Eiche schon schwerer zu erkennen. "Die Birke mit ihrer weiß-schwarzen Rinde ist zum Beispiel leicht zu erkennen", meinte Felicitas Jacob.<P>Größere Sorgen bereitete der Münchnerin, Auszubildende im dritten Lehrjahr, indessen der Kombinationsschnitt. "Der ist schwierig", sagte sie. Das Entscheidende bei diesem Schnitt ist Lechner zufolge, dass der Stamm mit zwei Schnitten genau abgetrennt werden muss.<P>Beim so genannten Präzisionsschnitt kam es darauf an, viel Feingefühl zu beweisen, die Königsdisziplin sei nach Lechners Worten jedoch die Fallkerb-Anlage. "Hier müssen die Teilnehmer beweisen, wie exakt sie einen Baum auf eine vorgegebene Stelle fällen können", erklärte er. Schließlich mussten die Auszubildenden an der Pflanzungsstation noch zehn Buchenwildlinge in zehn Minuten ordentlich in einer Reihe pflanzen.<P>Die Disziplinen am erfolgreichsten absolviert hat Josef Spiel aus Pähl. Er erreichte 304 Punkte und bekam einen 50-Euro-Gutschein für landwirtschaftliche Gebrauchsgegenstände. Platz zwei erreichte Andreas Keppler aus Valley mit 302 Punkten, auf Platz drei kam Peter Strauß mit 289 Punkten.<P>

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