Feng Shui im AWO-Heim

- Neue Wohnküchen und neue Farben steigern die Qualität

Die Etagenküchen stehen nach Auskunft von Heimleiter Dieter Käufer den Einwohnern als Gemeinschaftsraum und Speisesaal zur Verfügung. Damit ist die Zeit des riesigen und von vielen Bewohnern als dunkel empfundenden Gemeinschaftsspeisesaals passé.<P>"Wir haben keine Vergrößerung vorgenommen, sondern der Anbau dient einzig der Verbesserung der Qualität", sagt Käufer. In den Küchen befindet sich je eine Kochzeile, an der die Heimbewohner mit Unterstützung das Essen zubereiten. Auch die Esstische stehen hier. In jeder Wohnküche lädt eine Sitzecke mit Polstermöbeln zum gemütlichen Verweilen ein.<P>Neue Wege beschreitet die AWO bei der Wahl der Farben und Lampen. "Wir setzen auf freundliche Farben wie Orange, Rot und Erdtöne sowie ein extrem helles Licht mit 500 Lux", erklärt Käufer. Mit diesem Konzept sollen den Demenzkranken die Ängste vor Schatten genommen werden. Denn bei diesen Erkrankungen sei das optische Wahrnehmungsvermögen nicht mehr intakt, und Schatten würden als Hindernisse angesehen, die zu Stolperfallen würden, erklärt der Heimleiter. Deshalb habe man gemeinsam mit dem Gerontolgischen Forschungszentrum Bad Tölz das an Feng Shui, der chinesischen Lehre vom Wohnen im Einklang mit der Natur, angelegte Farben-und-Licht-Projekt entwickelt.<P>Zweiter Bauabschnitt verbessert Brandschutz <P>Die helleren Farben und Lichter sollen aber nicht nur in den Wohnküchen für ein freundlicheres Flair sorgen. Im Rahmen der zweiten Baumaßnahme, bei der die AWO Brandschutzauflagen erfüllen muss und unter anderem elektrische Leitungen austauscht, sollen auch die Flure und Treppenhäuser ein anderes Gesicht bekommen. "Die Treppenhäuser werden dunkelrot gestrichen, damit die Bewohner dort nicht hingehen und stolpern", sagt Käufer. Die Änderung habe sich schon gelohnt, sobald ein oder zwei Bewohner nicht mehr stolpern.<P>

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