Fernsehteams beim Sichtungstermin

- Toronto/Gelting – Als Korbinian Holzer während der Woche vier Weisheitszähne entfernt wurden, bedeutete das freilich nicht, dass nun Schluss ist mit den klugen Entscheidungen. Der 18-Jährige weiß nach wie vor genau, was er will: einer der Glücklichen sein, die in Nordamerika mit Eishockey einen stattlichen Batzen Geld verdienen. Bestärkt wurde der junge Verteidiger in seinem Bestreben durch die jüngsten Erlebnisse in Toronto, wo er als erster Spieler der Tölzer Löwen, eine Woche lang mit 13 weiteren überdurchschnittlichen Talenten seinen möglichen Arbeitgeber der kommenden Jahre intensiv unter die Lupe nehmen durfte.

von oliver rabuser <P>Der Enthusiasmus war sogar durch den Telefonhörer zu vernehmen, als Korbinian Holzer von seiner achttägige Exkursion nach Kanada erzählte. &#8222;Ein super Erlebnis, eine unglaubliche Erfahrung&#8220;, waren zwei der mannigfaltigen Superlative, die der Geltinger von sich gab. Die erfahrene Fürsorge in diesem NHL-Rookie-Camp war ursächlich für die erste Verwunderung beim Tölzer Ausnahmetalent: &#8222;Die Betreuer räumen einem alles nach. An nichts lassen sie es einem fehlen.&#8220; Auch von seinen Mitstreitern war Holzer begeistert: &#8222;Es waren Schweden, Kanadier, Amerikaner dabei. Ich war mit einem Finnen auf dem Zimmer.&#8220; Dass er in dem erlauchten Kreis der jüngste Teilnehmer war, störte den 18-jährigen Fachabiturienten nicht. Das Eistraining sei prima gelaufen, nur in körperlicher Hinsicht wurden ihm Mängel bescheinigt. &#8222;Ich muss für meine Größe mehr Gewicht, mehr Muskelmasse zulegen&#8220;, zeigte sich der Geltinger einsichtig. <P>Den größten Aha-Effekt rief indes die mediale Präsenz hervor. &#8222;Die haben drei, vier Fernsehteams für uns abgestellt.&#8220; Radiostationen und Zeitungen rangelten sich um Interviews mit den Probanden. In einem ausschließlich für Eishockey-Übertragungen konzipierten TV-Programm werden die ersten Schritte von Holzer auf kanadischem Eis demnächst zu bewundern sein. Selbst Paul Maurice, der Cheftrainer der Maple Leafs, stellte sich persönlich vor. Holzer: &#8222;Ein unheimlich netter Kerl mit klaren Vorstellungen.&#8220; Der Besuch beim Präsidenten des Klubs brachte Erkenntnisse über die strukturelle Zukunft der Leafs. Eintrittskarten für die &#8222;Hockey-Hall of Fame&#8220; gab es obendrein. <P>Selbst für die unmittelbare Zukunft bekam Korbinian Holzer diverse Unterlagen mit. Von Tipps für den richtigen Blick auf dem Eis bis hin zum Verhalten gegenüber den Medien ist darin alles enthalten. &#8222;Die planen alles bis ins kleinste Detail&#8220;, war der Neu-Regensburger beeindruckt. Der noch zu errichtende Maple Leaf Square soll als Heimat für künftige Spieler fungieren. Vielleicht auch für Korbinian Holzer. <P>

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