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Feuerwehr-Auto im Einsatz verunglückt

Wolfratshausen - Auf dem Weg zu einem Einsatz sind Samstagnacht drei Geltinger Feuerwehrmänner mit einem Löschfahrzeug verunglückt.

Feuerwehr-Auto im Einsatz verunglückt

Feuerwehr-Auto im Einsatz verunglückt
Feuerwehr-Auto im Einsatz verunglückt
Feuerwehr-Auto im Einsatz verunglückt
Feuerwehr-Auto im Einsatz verunglückt
Feuerwehr-Auto im Einsatz verunglückt

Kurz vor halb eins in der Nacht war die Geltinger Feuerwehr nach Schwaigwall gerufen worden. Auf dem Weg dorthin kam das Geltinger Löschfahrzeug mit dem Rufnamen Florian Gelting 47/1 laut Polizeibericht von der Kreisstraße 22 ab. Beim Gegenlenken stieß der Lkw mit dem Heck gegen einen Baum und stürzte um. Der 21-jährige Fahrer sowie die zwei jeweils 27 Jahre alten Mitinsassen wurden schwer verletzt. Alle drei, das berichtete gestern der Kommandant der Geretsrieder Feuerwehr, Robert Korndörfer, der den Rettungseinsatz leitete, konnten sich aber selbst aus dem Unfallfahrzeug befreien. Sie wurden nach der Erstversorgung in die Wolfratshauser Kreisklinik beziehungsweise in die Unfallklinik Murnau gebracht. Das 250 PS starke Löschfahrzeug der Zehn-Tonnen-Klasse wurde nach Einschätzung der Geretsrieder Polizei total beschädigt (250 000 Euro), es musste von einer Spezialfirma mit schwerem Gerät geborgen werden.

„Natürlich war das eine sehr schwierige Situation“, sagte Einsatzleiter Korndörfer, der Samstagnacht wie seine Geretsrieder Kameraden aufgrund der Alarmmeldung wusste, wer da auf der Kreisstraße verunglückt war. Die Geltinger Feuerwehrler sowie ihren Kommandanten Andreas Wanneck zog Korndörfer sofort von der Unfallstelle ab. „Wir haben sie ins Geltinger Feuerwehrhaus bringen lassen, dort wurden sie betreut.“

Korndörfer informierte noch in der Nacht Kreisbrandrat Karl Murböck und Geretsrieds Bürgermeisterin Cornelia Irmer über das Geschehen – beide machten sich vor Ort ein persönliches Bild. „Wenn man das Löschfahrzeug da liegen gesehen hat, kann man nur von großem Glück sprechen, dass der Unfall relativ glimpflich ausgegangen ist“, urteilte Murböck. Der Kreisbrandrat kennt die „besondere Stresssituation“, in der sich der 21-jährige Lkw-Lenker befunden hat: So schnell wie möglich zum Einsatzort, mit Blaulicht und Martinshorn – „und dann darf man nicht vergessen, dass man ja nicht sein eigenes Auto, sondern ein im Prinzip fremdes Fahrzeug steuert“, gibt der Kreisbrandrat zu bedenken. Nach dem Unfall kursierende Gerüchte, dass der Fahrer des Löschfahrzeugs unter Alkoholeinfluss gestanden haben soll, wollte die Geretsrieder Polizei gestern nicht kommentieren. Auf entsprechende Nachfrage unserer Zeitung hieß es: „Wir haben die strikte Anweisung, dazu nichts zu sagen.“ Kreisbrandrat Murböck ging mit der heiklen Frage offen um: „Natürlich laufen bei einem Unfall die Ermittlungen auch in eine solche Richtung.“

Carl-Christian Eick

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