Feuerwehrhaus: Neubau an der Elbestraße ?

- Zuschussfrage bereitet Sorgen

VON VERONIKA WENZEL Geretsried - Für den geplanten Neubau des Gartenberger Feuerwehrhauses gibt es ein Grundstück. "Wir haben einen Vertrag geschlossen", sagt Bürgermeister Hans Schmid auf Anfrage. Demnach will die Stadt das Areal am Schalmeienweg, auf dem das alte Gerätehaus steht, gegen eine Fläche an der Elbestraße tauschen.

Die Mitglieder des Entwicklungs- und Planungsausschusses (EPA) werden sich am kommenden Dienstag, 20. April, mit dem Thema befassen müssen. Denn der Tausch kommt nur zustande, wenn das Areal am Schalmeienweg in ein Mischgebiet umgewandelt wird - das heißt, wenn dort die Schaffung von Lagerräumen, Büros oder auch Verkaufsräumen möglich ist. Momentan ist nur die Nutzung als Feuerwehrhaus erlaubt. "Der Ausschuss wird dem zustimmen", meint Schmid. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im großen Saal des Rathauses.

Wesentlich mehr Sorgen als die Grundstücksverhandlung bereitet Schmid die Zuschussfrage. Wann und ob überhaupt noch staatliche Förderungen fließen, sei im Moment völlig unklar, erklärt der Rathauschef. Nur eines ist schon jetzt sicher: "Wir haben eine Mitteilung bekommen, dass es in diesem Jahr keine Fördermöglichkeiten mehr gibt", sagt Schmid. Damit ist auch der vorzeitige Baubeginn gestorben. Da momentan zudem die Förderrichtlinien umgestellt werden, könne man überhaupt nicht abschätzen, wann es Zuschüsse vom Staat geben wird, fügt der Bürgermeister hinzu. "Es gibt einfach sehr viele Unbekannte im Moment."

Klar ist nur, dass ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden muss. Das alte Gerätehaus - das Gebäude stammt noch aus den Zeiten der Rüstungswerke - erfüllt nicht mehr die Anforderungen einer modernen Feuerwehr. Die sanitären Anlagen sind marode. Die Fahrzeughalle ist zu klein, der Boden undicht. Kommen Fahrzeuge nass von Einsätzen zurück, tropft Wasser in den Keller. Außerdem schließen die Tore nicht richtig, so dass ständig Heizenergie verloren geht.

Das Raumprogramm für das neue Haus hat der Bauausschuss bereits im Januar genehmigt. Bis 2007 sind 3,75 Millionen Euro in den Haushalten eingeplant.

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