Firma Weber zahlt vor Prozesstermin

- Beisse: "Lücke im Flächentarif"

Es ging um genau 2940,44 Euro (mit Zinsen 3688 Euro), die ausstanden und sich in verschieden hohem Maße auf die Betroffenen verteilten. Für einen solchen Fall hätten die Tarifverträge keine Lösung parat, so Braun. Deshalb sei man in Absprache mit dem IG-Metall-Vorstand, der Rechtsschutz gewährte, bis vor die höchste Instanz gezogen.<P>Geschäftsführer: "Das ist Irrsinn" <P>"Für so einen Betrag bis vor das Bundesarbeitsgericht zu gehen - das ist Irrsinn", urteilt Weber-Geschäftsführer Klaus Beisse. Obwohl sich das Münchner Arbeitsgericht und das bayerische Landesarbeitsgericht auf die Seite des Unternehmens geschlagen habe, nahm Weber den Prozesstermin vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt nicht wahr: Stattdessen bezahlte man das geforderten Geld zuzüglich Zinsen.<P>Obwohl die Forderung der Weber-Mitarbeiter erfüllt wurde, herrscht unter ihnen nicht nur Freude. Klaus-Dieter Braun, der über 20 Jahre im Betriebsrat bei Weber tätig war und jetzt in Rente ist, sieht die Zahlungen mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Wir haben zwar das Geld, aber wir haben nicht erreicht, dass wir ein Papier bekommen, auf dem steht, dass wir Recht haben", bedauert Braun. Klaus Beisse dagegen meint: "Wir können als kleine Firma nicht das Vehikel sein, um eine Lücke im Flächentarifvertrag zu schließen."<P>

Auch interessant

Kommentare