Fisch in aller Munde

- Nach den tollen Tagen herrscht große Nachfrage - Sonderaktion des Fischereivereins

Bad Tölz-Wolfratshausen - Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Alles? - Nein, morgen beginnt für viele Fischliebhaber die wichtigste Zeit des Jahres. Ihre Leibspeise rückt durch die Fastenzeit in den Vordergrund. Wenn die Fleischeslust zurück geschraubt wird, landen Zander, Forelle, Lachs und Co. wieder häufiger auf der Speisetafel.

Aber auch in den tollen Tagen haben Fischgerichte ihre Vorzüge. "Für den Tag danach ist es genau das Richtige", schwört der Geretsrieder Fisch- und Feinkosthändler Volker Reeh auf Rollmops, Bismarck- und Matjes-Hering gegen den Faschingskater. Wer Salziges mit viel Mineralwasser herunterspült, hilft damit dem Körper, die verloren gegangene Flüssigkeitsmenge vom Vortag wieder auszugleichen.

Eine höhere Nachfrage verzeichnet das Wolfratshauser Fachgeschäft "Fisch und Mehr". "Aschermittwoch ist neben Karfreitag, Weihnachten und Silvester der vierte große Fischtag des Jahres", sagt Karin Weiß, die Inhaberin des Geschäftes am Obermarkt. Das die Schuppentiere mit Vorliebe gerade dann wegen des Brummschädels verzehrt würden, glaubt sie aber nicht: "Vielleicht liegt es eher an den vielen Krapfen, die in den Vortagen verzehrt wurden und die Leute dann nichts Süßes mehr essen wollen."

Frischen Fisch bietet am Aschermittwoch auch der Fischereiverein Moosham seinen Mitgliedern und Freunden an. Zwischen 10 und 11 Uhr können Bachsaiblinge und Regenbogenforellen bei den Fischweihern neben dem Nauleranwesen gekauft werden. Peter Firmer, Vorsitzender des Mooshamer Fischereivereins, wirbt dafür kräftig die Werbetrommel: "Unsere Fische brauchen doppelt so lang, bis sie groß sind, und haben deshalb kompakteres Fleisch."pms

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