Der idyllische Waldweiher lockt in der trockenen Jahreszeit viele Gäste an – leider auch solche, die sich nicht benehmen können. Die Ufer sind verschmutzt mit Glasscherben und Exkrementen. Davon hat der Fischereiverein Holzkirchen, der sich um die Sauberkeit kümmert, endgültig genug. Foto: red/Thomas Nitsche

Fischer empören sich über Unrat

Dietramszell - Beim Fischereiverein Holzkirchen klagte man in der Jahresversammlung über Exkremente und Glasscherben am Waldweiher und übte Kritik an der Gemeinde.

140 Mitglieder zählt der Verein, der sich um die Sauberkeit am Waldweiher kümmert. In der Jahresversammlung im Café Schwalbe artikulierten die Fischer ihren Ärger über den Unrat am Ufer des Sees, der sehr idyllisch liegt. Denn bei der Pflege jener Uferbereiche, die im Sommer sehr gerne von Badegästen besucht werden, fühlen sich die Fischer zunehmend ausgenützt und im Stich gelassen.

„Es kann nicht Aufgabe des Vereins sein, auf Dauer dort Müllabfuhr zu spielen und für Sauberkeit zu sorgen“, machte Vorsitzender Bernhard Heindl deutlich. Andererseits: Wenn Fischer nicht immer wieder Dreck wegräumen und auch sonst ein wenig für Ordnung sorgen würden, wäre der von der Familie von Schilcher gepachtete Waldweiher bald weder Fischern noch Badegästen mehr zumutbar.

Ein Dixi-Klo, das die Gemeinde vor Jahren am bevorzugten Badeplatz mal aufstellen ließ, hat sich gar nicht bewährt. Es war im Nu total verdreckt und wurde schließlich von Unbekannten samt unappetitlichem Inhalt mehrmals umgeworfen. „Da ist es dann wirklich gleich noch besser, die Leute gehen einfach in den Wald“, hieß es aus den Reihen der Fischer, die rings um den Weiher ohnehin längst genau schauen, wo sie hintreten.

„An schönen Sommerabenden kommen oft ganze Gruppen grölender Jugendlicher mit Kisten voll Getränken. Und am nächsten Tag liegen dann überall Dosen, Tüten und oft auch zerbrochene Flaschen rum“, erklärte Heindl.

Die Dietramszeller Bürgermeisterin Leni Gröbmaier versicherte auf Anfrage, dass ihr derart massive Klagen der Fischer „wirklich neu“ seien; sie sei darauf noch nie angesprochen worden. „Natürlich müssen wir darüber reden“, betont sie und lädt den Fischer-Vorstand zu einem klärenden Gespräch ein. (xb)

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