Freude über die bunte Vielfalt

- Bericht des Kulturreferenten im Stadtrat

Geretsried - Den Vorwurf, dass in Geretsried nichts los sei, widerlegte Kulturreferent Hans Ketelhut (CSU) am Dienstag mit seinem Bericht vor dem Stadtrat. Er blickte auf die zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück. Allein die Vereine und Landsmannschaften hätten 62 Kulturtermine auf die Beine gestellt. "Sie waren durch die Bank erfolgreich", lobte Ketelhut. Große Anerkennung zollte er auch der Stadtbücherei. 34 Vernissagen und Vorträge fanden dort statt. "Sensationell" ist für Ketelhut der Erfolg der Volkshochschule. 1040 Teilnehmer schrieben sich für 127 Kurse ein. Bei Musikgruppen könne die Stadt aus dem Vollen schöpfen. "Von der Musikschule bis zur Bunkerblasmusik, von den Mixed Voices bis zu Jugendbands. Wir haben eine Vielfalt wie sie keine andere Stadt im Landkreis bieten kann." Die Kleinkunstszene sei ebenfalls wieder lebendig. "Ich bin sehr erfreut darüber, dass sich der Hinterhalt wieder so gemacht hat." Lob gab`s auch für die historische Arbeitsgruppe, "die sich stark einsetzt".

Die, so der CSU-Stadtrat, "professionellen" Veranstaltungen seien alle erfolgreich gewesen. Dazu zählt Ketelhut die Antenne-Bayern-Party, das "Silent-sucks"-Festival des Jugendzentrums Saftladens und das "Indian Summer"-Open-Air.

Das Konzert "Classic in Factory", das die Stadt zusammen mit der IG Kulturförderung initiierte, sei "hervorragend gelaufen", so der Kulturreferent. Aber mit einem Eintrittspreis von zwölf Euro sei es einfach nicht machbar, die Kosten zu decken. "Und es waren auch zu wenig Besucher da", warf Grünen-Stadtrat Volker Witte ein. Ketelhut erklärt sich das mit einer "Überfütterung in Geretsried was Klassik-Reihen betrifft". Schließlich gebe es auch noch die "guten" Mucos-Stiftungs-Konzerte. "Die sind aber nur für geladene Gäste und somit nicht für die Öffentlichkeit", gab Witte zu bedenken.

Für heuer hat Ketelhut einiges geplant. Im März soll der Kulturbeirat, dem der CSU-Stadtrat für die Zusammenarbeit dankte, noch einmal über die Einführung eines Kulturpreises reden. Für den Christkindlmarkt hat Ketelhut ebenfalls eine Vision. Mit einer "beheizten Bühne und einem noch besseren Musikprogramm" will er dem Markt mehr Attraktivität verleihen. Wichtigster Programmpunkt ist 2004 aber das 25-jährige Jubiläum der Musikschule.

Ketelhuts Dank galt am Ende vor allem dem städtischen Kulturamt. "Es ist wirklich erstaunlich, was die mit eineinhalb Mitarbeitern zusammenbringen."va

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