Und ab geht’s mit dem Urlaubslieger in die Sonne. Doch Vorsicht: Wer schon ein paar Tage vor den Schulferien abhebt oder die Ferien ausdehnt und erwischt wird, dem droht ein empfindliches Bußgeld. Foto: Fotolia

Frühstartern droht saftiges Bußgeld

Bad Tölz-Wolfratshausen - Die Noten stehen fest, die Schulbücher sind bereits zurückgegeben. Doch Vorischt: Eltern, die eigenmächtig die Ferien vorverlegen, müssen mit einer saftigen Strafe rechnen.

Die Urlaubsverlängerung ist keine Lappalie, sondern eine Ordnungswidrigkeit, die für jede Menge Ärger sorgt und in Bayern mit einem Bußgeld bis zu 1000 Euro geahndet werden kann.

Die Verlockung ist heuer besonders groß, der letzte Schultag fällt auf einen Dienstag. „Ich fürchte, die Urlaubsverlängerung wird deswegen zunehmen, und ich kann es ja irgendwo auch ein bisschen nachvollziehen“, sagt Christine Kolbeck, stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums Geretsried. „Das ist schon eine ungünstige Konstellation“, urteilt Kolbeck mit Blick auf den Ferienkalender. „Viele Ferienflüge kann man ja nur von Samstag bis Samstag buchen.“

Aus demselben Grund sieht sich Hans Härtl, Leiter des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums in Icking, derzeit mit „einer Handvoll entsprechender Gesuche“ konfrontiert. Dabei handele es sich um Eltern, die den Ferienanfang und das -ende zur Mitte der Woche nicht auf dem Radar hatten - und Flüge falsch gebucht hätten. „Aber es ist kein Phänomen, das mich alarmiert“, macht Hartl deutlich.

Doch auch wenn es sich nur um Einzelfälle handelt, ist die Rechtslage eindeutig. „Man kann wegen günstigerer Flüge keine Befreiung gewähren, weil das eindeutig gegen die Schulpflicht verstößt. Denn die gilt am ersten Schultag genauso wie am letzten“, betont der Leiter des Schulamtes in Bad Tölz, Norbert Weinhuber, auf Nachfrage unserer Zeitung.

(rs)

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