Positive Reaktionen

Ehemaliges Isar-Kaufhaus: Lob für Umbau-Pläne

Wolfratshausen - Lob für die Umbau-Pläne: Den Vorsitzenden von Werbekreis und des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen gefällt das Konzept für das ehemalige Isarkaufhaus.

„Sehr positiv.“ „Ein Schub.“ „Das hat Signalwirkung.“ Die Reaktionen auf die Pläne von Angela Scheller, im ehemaligen Isarkaufhaus eine Einkaufspassage mit mehreren kleineren Läden sowie Wohnungen und Praxen bauen zu lassen, kommen beim Werbekreis und dem Verein Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) gut an. Deren Vorsitzende Peter Ley und Hans-Werner Kuhlmann wollen zwar dem Beschluss des Bauausschusses am Mittwoch nicht vorgreifen. Dass ihnen die Pläne der Eigentümerin sympathisch sind, daraus machen sie aber keinen Hehl.

Unisono betonen die beiden, dass ihnen vor allem der Passagencharakter zusagt. „Das passt sehr gut zu der Struktur unserer Altstadt“, sagt Werbekreis-Chef Ley. Die Kunden könnten in der „Hugo-Passage“ selbst bei Regen von Laden zu Laden bummeln. Auch die Praxen und Büros im ersten Stock seien wichtig. „Das bringt Kunden, die vielleicht in dem einen oder anderen Geschäft einkaufen“, ergänze Ley, der selbst den Feinkostladen „Genussvoll“ betreibt. Sorge, für die Ladenflächen könnten sich keine Mieter finden, hat er nicht. „Ich habe immer wieder Anfragen von Gewerbetreibenden, die sich gerne in Wolfratshausen niederlassen würden. Aber die suchen alle kleinere Flächen.“ Aus diesem Grund habe es ihn auch nicht gewundert, dass es ein Jahr gedauert hat, bis eine konkrete Planung für das einstige Kaufhaus vorliegt. „Man musste sich etwas Neues überlegen, denn dass es noch einmal so etwas wie das Isarkaufhaus geben könnte, war für mich von vornherein ausgeschlossen.“ Ley, der für die Bürgervereinigung Wolfratshausen auch im Stadtrat sitzt, warnt jedoch davor, die Scheller-Pläne losgelöst von den Parkplätzen zu betrachten. „Dieses Problem muss parallel gelöst werden.“ Es könne nicht sein, dass die Innenstadt mit einem vielversprechenden Konzept belebt werde und die Stadt dann im Suchverkehr ersticke.

Dem LAW schwebt nach wie vor ein Parkdeck am Hatzplatz vor. Von der Idee, die kostenlose Parkdauer an der Marktstraße - Stichwort: Semmeltaste - zu verlängern, hält Kuhlmann dagegen nichts. „Dann werden diese Parkplätze längere Zeit blockiert, das bringt den Geschäften keinen zusätzlichen Umsatz.“ Er, Kuhlmann, sei erst vor kurzem in München gewesen, beim Oberpollinger am Stachus. Dort habe er sich davon überzeugt, dass ein Shop-in-Shop-System eine sinnvolle Sache sei. „In Wolfratshausen wird es natürlich nicht ganz so exklusiv wie in München“, sagt Kuhlmann und lacht. Ein Signal für den Handel könne man aber auch aussenden, wenn man eine Nummer kleiner plant. (fla)

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