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Mit viel Liebe zum Detail: 13 Kinder der Egerländer Gmoi aus Geretsried zeigten ein Krippenspiel in Egerländer Mundart.

In den Ratsstuben

200 Gäste erleben Egerländer Weihnacht

Geretsried – Die Egerländer Gmoi Geretsried hatte am Samstag vor dem dritten Advent zu einer Veranstaltung eingeladen, die man nicht als gewöhnliche Weihnachtsfeier bezeichnen kann.

200 Gäste erlebten im Saal der Ratsstuben ein lebendiges Gesamtkunstwerk. Kernstück der „Egerländer Weihnacht“ war ein Krippenspiel in Mundart, aufgeführt von 13 Kindern der Gmoi im Alter von sechs bis 14 Jahren.

Simon und Marius Hammerschmied trugen ihre Texte auswendig vor, ebenso wie Leonie Hahn, Luisa Mückstein und Maria-Sophie Bendler. Für diejenigen Besucher, die der Egerländer Mundart nicht mächtig sind, hatten die Veranstalter ein Begleitheft aufgelegt, in dem alle Texte und Lieder übersetzt waren.

Zwischen den einzelnen Szenen gab es Liedbeiträge des Chors, begleitet von einer kleinen Musikgruppe. Hans Gruber las Texte über weihnachtliches Brauchtum in der Heimat. Dabei wurde deutlich, wie christliche und heidnische Bräuche das Leben der ländlichen Bevölkerung früher geprägt haben. Bernd Sacher gab nach jedem Mundartbeitrag einen hochdeutschen Kurzbericht zum gleichen Thema.

Die Hauptarbeit beim Krippenspiel hatte jedoch Ingrid Hammerschmied mit der Einstudierung, der Choreografie und der Kostümierung der 13 Hirten. Viel Mühe hatte man auch auf das Bühnenbild verwendet. Sogar die inzwischen selten gewordenen Strohballen hatte man aufgetrieben. Mit zwei Dudelsäcken und einem Kontrabaß sorgte die Familienmusik Schmidt aus Regensburg für echte Hirtenklänge. Die Gesamtleitung des Abends hatte Roland Hammerschmied, von dem auch das Konzept stammt.    red

Zweite Aufführung

Die „Egerländer Weihnacht“ wird am Samstag, 20. Dezember, noch einmal im Sudetendeutschen Haus in München (Hochstraße 8) aufgeführt. Beginn ist um 16 Uhr.

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