Der Vorstand des Vereins „Pro Hallenbad“ (v. li.) Kassier Josef Harrer, Schriftführer Ernst Ausfelder, Vize-Vorstand Robert Hecher und Vorsitzender Hannes Helfer. Foto: xb

Die ganze Region profitiert

Ascholding - Der Verein "Pro Hallenbad" weist in seiner Jahresversammlung darauf hin, dass auch die umliegenden Gemeinden das Ascholdinger Hallenbad nutzen - zu billigen Tarifen.

Die Frage nach der Zukunft des Ascholdinger Hallenbads beschäftigt den Gemeinderat schon lange. Dass er noch keinen Beschluss gefasst hat, bedeutet für den Vereins zur Erhaltung und Förderung des Hallenbades Ascholding („Pro Hallenbad“) ein ständiges Handicap: „Wenn wir nur wüssten, ob es mit dem Bad weitergeht soll oder nicht“, lautet ein Stoßseufzer in der Jahresversammlung des Vereins, dem 55 Mitglieder angehören. Eine verbindliche Aussage würde nicht nur dem Verein Klarheit verschaffen, sondern wäre auch „dem Bademeister gegenüber nur fair“, wie Vereins-Initiator und Ratsmitglied Ernst Ausfelder fand.

Die Position des Vereins ist klar: Die Schwimmhalle muss erhalten bleiben. Schließlich sei, wie Ausfelder betonte, eben nicht das Ascholdinger Bad, also keine Einrichtung nur für den Ort, sondern das Hallenbad der Gemeinde Dietramszell in Ascholding. Zudem würde es in erheblichem Maß von Schulkindern und Vereinen der umliegenden Gemeinden mitgenutzt. Dass das Bad jedes Jahr ein hohes Defizit verursacht, führen die Vereinsmitglieder darauf zurück, dass in den vergangenen Jahrzehnten kaum investiert worden sei. Außerdem würden, etwa für die schulische Nutzung, noch heute Gebühren wie zu D-Mark-Zeiten verlangt. Wenn man Preise angemessen erhöhe und gleichzeitig Maßnahmen zur Kostenreduzierung ergreife, lasse sich der jährliche Zuschuss „mindestens halbieren“, wie Vereinsvorsitzender Hannes Helfer vermutete. So seien in den vergangenen Jahren „sechsstellige Beträge buchstäblich zum Fenster raus geheizt worden“. Dies allgemein bekannt zu machen, sieht man im Förderverein als vordringliche Aufgabe an: „Je mehr Öffentlichkeitsarbeit wir betreiben, desto schwieriger wird für den Gemeinderat ein Beschluss zur Schließung“, glaubt Helfer. Immerhin seien in letzter Zeit die Besucherzahlen deutlich gestiegen und die Kosten spürbar gesunken.

Deshalb will sich der Verein nächstens darum bemühen, konkrete Zahlen über nötige Investitionen, mögliche Zuschüsse und erzielbare Einsparungen zu erarbeiten. Unabhängig davon soll in den Sommerferien wieder eine gemeinsame „Kosmetik“-Aktion am Bad - diesmal der Fassade - gestartet werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Beste Grundlagen für einen vergnüglichen Abend
Die Theatergruppe des Trachtenvereins St. Sebald bringt das Stück „D’Wahl-Lump’n“ auf die Bühne.
Beste Grundlagen für einen vergnüglichen Abend
Kommunalwahl 2020: Eglings Bürgermeister Hubert Oberhauser im Porträt
Hubert Oberhauser will Bürgermeister von Egling bleiben. Er ist Kandidat der Freien Wähler. Warum eine Kieswüste seine Herzensangelegenheit ist.
Kommunalwahl 2020: Eglings Bürgermeister Hubert Oberhauser im Porträt
Im Landgasthof Berg bleibt die Küche kalt
Am 1. März schließt das Traditionslokal. Ab Ostern gibt’s nur noch Kaffee und Kuchen
Im Landgasthof Berg bleibt die Küche kalt
Wolfratshausen: Glückliches Ende einer Vermisstensuche
Ein Großaufgebot der Polizei suchte am Donnerstagabend nach einem Wolfratshauser (80). Nach zweieinhalb Stunden fand die Vermisstensuche ein glückliches Ende.
Wolfratshausen: Glückliches Ende einer Vermisstensuche

Kommentare