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Die jährliche Anzahl der Geburten sei von 170 auf aktuell 261 im Jahr 2016 gestiegen. „Die Arbeit des Geburtshilfeteams in der Kreisklinik war in den vergangenen Jahren außerordentlich erfolgreich“, konstatierte Heilinglechner. 

Geburtshilfeabteilung in der Kreisklinik

Bürgermeister: „Wir müssen uns jetzt positionieren“

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Im Nordlandkreis sorgt man sich um den Fortbestand der Geburtshilfeabteilung in der Kreisklinik. Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner hat vor diesem Hintergrund eine Resolution an den Landrat und die Kreisräte verfasst. „Wir müssen uns jetzt positionieren“, sagt der Rathauschef.

Wolfratshausen – „Die Stadt Wolfratshausen fordert Landrat Josef Niedermaier und die Entscheidungsträger des Kreistags Bad Tölz-Wolfratshausen auf, alles zu tun, um den Erhalt der Geburtshilfeabteilung in der Kreisklinik Wolfratshausen nachhaltig sicherzustellen“: Das ist der Kernsatz in der von Bürgermeister Heilinglechner formulierten Resolution. Der Rathauschef kündigte in der Stadtratssitzung am Dienstagabend an, dass die Kommune die Aktion „Born in WOR“, initiiert vom gynäkologischen Belegarzt Dr. Manfred Stumpfe sowie den sechs Beleg-Hebammen (wir berichteten), unterstützen wird.

Bad Tölz darf Wolfratshausen nicht verdrängen

Klaus Heilinglechner Der Wolfratshauser Bürgermeister hat eine Resolution zum Erhalt der Geburtshilfeabteilung in der Kreisklinik verfasst. 

„Die Arbeit des Geburtshilfeteams in der Kreisklinik war in den vergangenen Jahren außerordentlich erfolgreich“, konstatierte Heilinglechner. Die jährliche Anzahl der Geburten sei von 170 auf aktuell 261 im Jahr 2016 gestiegen. Die angedachte jährliche Finanzspritze („in beträchtlicher Höhe“) für die geburtshilfliche Abteilung in der Asklepios-Stadtklinik in Bad Tölz durch den Landkreis dürfe nicht dazu führen, „dass es keine finanziellen Mittel mehr für den Erhalt der Geburtshilfeabteilung in der Kreisklinik Wolfratshausen gibt“.

Heilinglechner: Stadt kämpft mit Nachdruck

Heilinglechner erklärte in der Stadtratssitzung: „Die Stadt Wolfratshausen kämpft mit Nachdruck für den Bestand der Kreisklinik Wolfratshausen und für den Erhalt der Geburtshilfeabteilung in der Kreisklinik.“ Die Sicherung der „Geburten der kurzen Wege“ seien für die werdenden Mütter im Einzugsbereich der Klinik am Moosbauerweg auch künftig sehr wichtig. „Wir wünschen uns und fordern in diesem Zusammenhang die volle politische Unterstützung von Landrat, Kreisausschuss und Kreistag für die nachhaltige Sicherung der ,Geburten der kurzen Wege‘ in der Kreisklinik“, so der Rathauschef.

Kommunen im Nordlandkreis mit ins Boot holen

„Wir müssen uns jetzt positionieren“, schärfte Heilinglechner den Stadträten ein. Der Ärztliche Direktor der Klinik, Dr. Stefan Schmidbauer, „wünscht sich ein positives Signal aus Wolfratshausen“, berichtete der Bürgermeister. „Wir müssen unisono sprechen“, bekräftigte Peter Plößl (CSU) – wie Heilinglechner Mitglied des Aufsichtsrats der Kreisklinik. Und richtig sei auch: Man dürfe nicht nur die Geburtshilfeabteilung im Auge haben, sondern „den Erhalt des Gesamtkrankenhauses“, betonte Plößl.

Im Namen der Bürgervereinigung Wolfratshausen stellte sich deren Fraktionssprecher Josef Praller hinter die Resolution. Er bat den Rathauschef, zu versuchen, alle Städte und Gemeinden im Nordlandkreis mit ins Boot zu holen.

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Die Hebammen sind extrem beunruhigt und „Freunde der Kreisklinik“ stehen hinter Hebammen und Gynäkologen 

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