Gefahr durch Mobilfunk: „Klage muss hieb- und stichfest sein“

Wolfratshausen - Mehr Aufklärung über die Gefahren des Mobilfunks forderte Hans Schmidt, Vorsitzender der Bürgerinitiative (BI) Wolfratshausen zum Schutz vor Elektrosmog.

Viel zu großzügige Strahlungs-Grenzwerte, von der Industrie gekaufte Studien, profitgierige Mobilfunkunternehmen und Politiker, die wegschauen - all das verurteilte Hans Schmidt bei seinem Vortrag im Gasthaus Humplbräu.

Schmidts Vortrag stand unter dem Motto „Mobilfunk: faszinierende Technik mit gesundheitlichen Folgen“ und hatte rund 15 Interessierte zu der BI-Veranstaltung gelockt. Während die Mehrheit der Zuhörer den Vortrag als „interessant“ bewertete, wurde Schmidt von einem Besucher heftig attackiert. „Das ist alles seit Jahren bekannt, und es bewirkt überhaupt nichts, es stets zu wiederholen - es muss endlich eine Klage in Gang gesetzt werden“, sagte er. Die BI werde ansonsten wegen Erfolglosigkeit immer wieder scheitern.

„Eine Klage ist rausgeschmissenes Geld, wir bräuchten ein Volksbegehren“, so die Meinung eines anderen Besuchers, der auf die Macht der Mobilfunkunternehmen verwies, die ähnlich groß sei wie die der Pharmaindustrie. Dass eine Klage hieb- und stichfest sowie ein Selbstläufer sein müsse, betonte hingegen BI-Vorsitzender Schmidt. Es müsse vorsichtig vorgegangen werden, weil man es hier mit einem äußerst sensiblen Thema zu tun habe. Jeder noch so kleine Fehler könnte schnell alles zunichte machen.

Auch interessant

Kommentare