Das Nachsehen hatten die River Rats um (v. li.) Torwart David Albanese und Verteidiger Georg Meiller im letzten Duell mit Mike Dolezals Memminger. Sie verloren mit 1:4. foto: hl

Geretsried

Gehemmt unter freiem Himmel ?

Eishockey - Offensivstarke Memminger sind zu Gast im offenen Geretsrieder Eisstadion.

Am letzten Spieltag der Bayernliga-Vorrunde bekommt es das Geretsrieder Eishockeyteam mit einem hochkarätigen Gegner zu tun. Im Heinz-Schneider-Eisstadion ist am Sonntag um 18 Uhr der ECDC Memmingen zu Gast, der im Vorjahr im Play-off-Viertelfinale ausgeschieden war und heuer den Aufstieg in die Oberliga anpeilt.

Die Verantwortlichen der Allgäuer haben sich bei der Planung des Kaders vor der Saison mächtig ins Zeug gelegt. Zunächst beförderten sie Waldemar Dietrich vom Nachwuchs- zum Cheftrainer. Er soll nun viele junge Akteure ins Team integrieren. Darüber hinaus holten sie mit Joey Vollmer einen Torhüter, der über DEL-Erfahrung verfügt und zuletzt 45 Spiele für den Zweitligisten SC Riessersee bestritt. Außerdem lotsten die Memminger mit Lukas Varecha den Topscorer des EV Moosburg in ihr Team. Der tschechische Stürmer ersetzt den Finnen Ville Eskelinen auf der Kontingentposition. Nach wie vor bilden Jan Benda (44) und Mike Dolezal (40) das Grundgerüst des augenblicklichen Tabellenzweiten.

„Trotz ihres fortgeschrittenen Alters sind das wirklich starke Routiniers, die ein Spiel immer beeinflussen können. Memmingen ist in dieser Partie klarer Favorit. Diese Mannschaft spielt unheimlich schnell und verfügt mit 68 Treffern über die beste Offensive der Liga“, stellt Rats-Coach Florian Funk fest. Dies wird bei einem Blick auf die Scorerliste deutlich: Mit Anti-Jussi Miettinen (26 Punkte), Varecha (20), Daniel Huhn, Jan Kouba (je 18), Benda (17) und dem Ex-Geretsrieder Patrick Weigant (16) rangieren sechs Indians-Akteure unter den Top-Ten. Den einzigen Patzer, den sich der ECDC bislang geleistet hat, war die 4:6-Niederlage am vergangenen Sonntag in Moosburg. Zuvor hatten die Allgäuer siebenmal als Sieger die Eisfläche verlassen.

Dass die Gäste möglicherweise nicht ihre ganze Dominanz im Heinz-Schneider-Stadion ausspielen, hofft Michael Helfrich. „Es gibt in der Bayernliga einige Klubs, die wegen des fehlenden Dachs nicht so gerne bei uns spielen. Das ist natürlich eine Einstellungssache. Wir tun uns da vielleicht als Außenseiter leichter“, meint der Geretsrieder Co-Trainer, der bei der 1:4-Heimniederlage in der Vorsaison noch selbst mitgewirkt hatte. Vermutlich wird Verteidiger Moritz Strobl aus dem U 24-Kader ins Rats-Aufgebot berufen. Inwieweit die Ellbogenverletzung von Abwehrmann Bernhard Jorde einen Einsatz zulässt, entscheidet sich erst relativ kurzfristig.gos

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