300 Menschen erweisen letzte Ehre

Der Geistliche Roman Jobst ist unerwartet gestorben

Aufkirchen – Der Tod kam überraschend. Das hätte bei Pfarrer Roman Jobst, obwohl er schon 80 Jahre alt war, niemand erwartet.

Der Ruhestandsgeistliche und Bischöflich Geistliche Rat war ein so energiegeladener Mensch, dem nicht einmal das Alter etwas anzuhaben schien. Am Donnerstagmorgen vergangener Woche ist er in einem Krankenhaus in München gestorben.

Seit 2008 war der gebürtige Oberpfälzer im Ruhestand am Starnberger See. Zuvor war er in Selb in Oberfranken gewesen. Seinen Lebensabend wollte er in einer schönen Gegend genießen, deshalb ließ sich Jobst in Percha nieder. „Er wollte näher an die Berge, in die Natur“, sagt seine langjährige Pfarrhaushälterin Hiltrud Schneider, die ihn an den Starnberger See begleitet hatte. „Er war ein Pfarrer durch und durch, ein treuer Glaubensverkünder.“

Als Geistlicher war Jobst in Rottenburg, bei der Bundeswehr und zuletzt in Oberfranken tätig. Im Pfarrverband Aufkirchen war er vor allem in Percha im Einsatz. Er kam in die Gemeinde, als große Veränderungen anstanden: Wangen und Percha wurden in jener Zeit Teil des Pfarrverbands Aufkirchen. Jobst brachte sich gerne ein. „Er forderte auch immer wieder, nicht nur in Percha eingesetzt zu werden, sondern auch in anderen Kirchen des Pfarrverbandes“, sagt der Leiter des Pfarrverbands, Pfarrer Piotr Wandachowicz, im Gespräch mit unserer Zeitung. Er ist bestürzt über den Tod Jobsts. „Er war immer voller Energie. Wir haben gemerkt, dass er dünner geworden war. Aber wir dachten, das packt er schon“, ergänzt Wandachowicz.

Seinen 80. Geburtstag Anfang September feierte er in der Kirche St. Christophorus. Fünf seiner sieben Geschwister waren dabei. Ein paar Wochen später meldete er sich bei Wandachowicz, dass er aus gesundheitlichen Grünen kürzer treten müsse. Bis Weihnachten rechne er damit, wieder gesund zu sein, teilte er dem Pfarrverbandsleiter mit. Daraus ist leider nichts geworden. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Schön-Klinik in Kempfenhausen wurde er am Montag in eine Münchner Klinik verlegt. Dort starb er.

Am Dienstag dieser Woche ist Roman Jobst auf dem Friedhof St. Valentin in Percha beigesetzt worden. Fast 300 Menschen erwiesen ihm die letzte Ehre.

(edl)

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