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Finalisten unter sich: Bei den Tennismeisterschaften der Herren 30 kam der Geltinger Wolfgang Wenus (2.v.li.) mit Doppelpartner Dieter Weislmaier (li.) auf Platz zwei. Den Sieg holte sich die Paarung Kim Möllers/Marc Leimbach. 

Tennis

Auf der Rangliste nach oben

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Punkte für die deutsche Rangliste gesammelt hat Wolfgang Wenus: Bei den Tennismeisterschaften der Herren 30 bei Karlsruhe wurde der Geltinger Deutscher Vizemeister im Doppel um kam im Einzel bis ins Viertelfinale.

Karlsruhe/Gelting – Wolfgang Wenus hat wieder einige Stufen auf der Erfolgsleiter nach oben erklommen. Nicht nur, dass der 29-jährige hauptberufliche Tennislehrer auf seinem Instagram-Account namens „flash__tennis“ schon nach kurzer Zeit 1450 Abonnenten begrüßen darf. „Eigentlich bin ich kein Multimedia-Freak, aber es ist erstaunlich und erfreulich, welche Leute aus aller Welt mich anschreiben“, sagt der Geltinger. Auch in der realen Welt kann Wenus auf zwei schöne Erfolge verweisen: Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Herren 30 kam er im Einzel bis ins Viertelfinale und wurde im Doppel mit dem Münchner Dieter Weislmaier Zweiter.

Mit fast 40 Konkurrenten bekam es der Geltinger bei den viertägigen Titelkämpfen in Eggenstein bei Karlsruhe in den Einzelwettbewerben zu tun. In den ersten Runden verbuchte die Nummer 53 der deutschen H30-Rangliste zwei klare Siege mit jeweils 6:1 und 6:0. Im Viertelfinale traf Wenus, der bis zu seinem 21. Lebensjahr als Profi aktiv war, auf den an Nummer zwei gesetzten Kim Möllers. „Er ist 54. der deutschen Herren-Rangliste. Deshalb habe ich mir schon gedacht, dass es schwer werden würde“, so der Geltinger. Tatsächlich unterlag er dem Essener mit 5:7 und 5:7, hatte allerdings im zweiten Satz mit 5:2 die Nase schon ganz weit vorne. „Da haben mich einige Schiedsrichter-Entscheidungen aus der Konzentration gebracht. Außerdem war ich wohl gedanklich schon im dritten Satz“, räumt der 29-Jährige nach seinem Ausscheiden ein. Möllers schaffte übrigens den Sprung ins Endspiel, wo er dem favorisierten René Schulte (Bad Homburg) unterlag.

Eigentlich wäre Wenus auch gerne im Mixed-Wettbewerb an den Start gegangen. „Aber vor Ort hat man uns mitgeteilt, dass nur zwei Starts möglich sind.“ Das reichte dann eigentlich auch aus, denn der Geltinger musste nach den Einzeln am Donnerstag und am Freitag auch gleich noch im Doppel mit Dieter Weislmaier (TC Blutenburg München) ran. Die beiden Partien am Freitag gestalteten sich recht deutlich für die beiden Oberbayern. Im Viertelfinale setzten sie sich dann mit 6:2 und 6:2 durch. „So ein gutes Doppel haben wir beide noch nie gespielt“, freut sich der 29-Jährige. Mehr schlecht als recht lief es im Halbfinale gegen die an Nummer drei gesetzten Konkurrenten Erlingshagen/Müller. Im ersten Satz hatten Wenus/Weislmaier mit 7:6 viel Mühe, gewannen aber den zweiten Durchgang mit 6:2. Im Endspiel traf der Geltinger erneut auf seinen Einzel-Kontrahenten Möllers, der diesmal den mehrfachen EM- und WM-Teilnehmer sowie Deutschen Meister Marc Leimbach (Ratingen) an seiner Seite hatte. Im ersten Satz lagen die Bayern zwischenzeitlich mit 5:4 in Front, gaben ihn aber mit 6:7 ab. Und im zweiten Durchgang behielten Möllers/Leimbach mit 6:3 die Oberhand. „Sie waren einfach etwas besser. Und wir waren schon etwas müde nach dem langen Turnier“, räumte Wenus ein, der aber auch auf die Silbermedaille mächtig stolz ist. „Ich bin absolut zufrieden, denn ich habe mit Leuten mitgehalten, die in verschiedenen Ranglisten vor mit stehen.“ Außerdem habe er viele Bekannte getroffen, die er noch aus seiner Profizeit kannte.

Als nächstes steht für den Wolfratshauser Tennislehrer ein Preisgeldturnier in Schweinfurt auf dem Programm. Dann möchte er gerne bei der DJK Waldram wieder dem Fußball nachjagen („Das brauche ich als Ausgleich zum Tennis“). Anschließend geht es mit den Regionalliga-Herren des TC Wolfratshausen ins Trainingslager am Gardasee, ehe im Juli an jedem Wochenende Punktspiele anstehen. Und im August will Wenus sein Können bei den Deutschen Meisterschaften der Herren 30 auf Sand unter Beweis stellen. Gut möglich, dass er bis dahin nicht nur ein paar Instagram-Abonnementen mehr, sondern auch in der deutschen Rangliste etliche Plätze gut gemacht hat.

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