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Auf der Suche nach heißen Wasser: Die technischen Voraussetzungen für den zweiten Anlauf sind jetzt auf dem Hofgut Breitenbach geschaffen worden. Foto: Auf der Suche nach heißen Wasser: Die technischen Voraussetzungen für den zweiten Anlauf sind jetzt auf de m Hofgut Breitenbach geschaffen worden.

Hofgut Breitenbach

Geothermie: Jetzt kann gebohrt werden

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Sieben Tonnen Stahl hat die Fräsmaschine aus dem Bohrloch auf dem Hofgut Breitenbach gezogen. Damit ist diese Vorarbeit für die Bohrung nach Thermalwasser erledigt.

Gelting – Wie berichtet wagt Enex Power Germany mit einem sogenannten Side-Track einen zweiten Bohrversuch. Nach der ersten missglückten Bohrung soll ein Teil des bestehenden Bohrlochs – es ist über 6000 Meter lang – genutzt werden. Bei etwa 4000 Metern wird der neue Pfad abzweigen. Damit das geht, musste zuvor das nicht mehr benötigte Stahlrohr herausgefräst werden.

„Das hat ein paar Probleme bereitet, aber es ist alles gut gegangen“, berichtet Enex-Geschäftsführer Dr. Robert Straubinger. Schwierig war die Fräsarbeit, weil die Stahlspäne nicht gleichmäßig aus dem Bohrloch kam. „Der Wunsch ist eigentlich, es wie Engelshaar abzuhobeln“, erklärt Straubinger. Manchmal hätten sich aber größere Stücke an die Wand gelegt und somit das Bohrloch versperrt. Seit vergangener Woche gehört das 250 Meter lange Stahlrohr aber endgültig der Vergangenheit an.

Keil lenkt Bohrer in richtige Richtung

So konnte Enex Power Germany am Wochenende bereits weiter arbeiten. Vier Kilometer unter der Erde wurde ein sogenannter Whipstock eingesetzt, ausgerichtet und einzementiert. „Das ist wie ein zwölf Meter langer Keil, der dafür sorgt, dass der Bohrer in die richtige Richtung geleitet wird“, so der Geschäftsführer.

Nachdem dieses Ablenkeisen sitzt, war etwa ein Tag nötig, um das Bohrgestänge wieder an die Oberfläche zu ziehen und mit dem angebauten Bohrer in diesen Tagen fortzufahren. Mit diesem wird – dank Whipstock – in Richtung dolomitischer Kluftzonen in einer Tiefe von 4800 Metern gebohrt, die hoffentlich ausreichend Thermalwasser führen.

„Erst mal liegen 250 bis 300 Meter vor uns, bis wir an die Grenze zur Kalkschicht gelangen“, sagt Straubinger. Bis dorthin wird ein neues Stahlrohr verlegt und einzementiert, bevor in die Kalkschicht gebohrt werden kann. Der Geschäftsführer plant für das Bohren und Verlegen zwei bis drei Wochen Zeit ein. Das Entfernen des alten Stahlrohrs habe etwas länger gedauert als vermutet. Man habe aber damit gerechnet, dass sich der Zeitplan leicht verschieben kann. Die Kosten seien dadurch nicht gestiegen. „Insgesamt sieht es ganz gut aus“, so Straubinger.

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