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Ende Juni ist Schluss: Der Geschäftsbetrieb des Nachfolgeunternehmens der Christa Probst GmbH wird eingestellt.

"Langfristig keine Perspektiven"

Modeunternehmen schließt zum 30. Juni

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Gelting – Die Versuche, das Modeunternehmen Christa Probst zu retten, sind endgültig gescheitert. Der Geschäftsbetrieb des Nachfolgeunternehmens New Collection GmbH wird zum 30. Juni dieses Jahres eingestellt.

Das Modeunternehmen mit Hauptsitz in Gelting und damals rund 30 Mitarbeitern war im vergangenen Jahr in finanzielle Schieflage geraten und unter Insolvenzverwaltung gestellt worden. Schuld an der Krise war nach Angaben der beiden Geschäftsführer Ralf und Michael Probst ein „kurzfristiger Liquiditätsengpass“, der durch das „schwache Saisongeschäft“ verursacht wurde. Auch Umsatzeinbußen im Exportgeschäft konnten nicht aufgefangen werden. Zum 1. August stieg die New Collection GmbH als Investorin ein und kaufte das Unternehmen. Der Nachfolgebetrieb sollte laut Insolvenzverwalter Thomas Klöckner von der Kanzlei Lecon „die Weiterführung des Geschäftsbetriebes, den Erhalt des Standorts einschließlich aller Arbeitsplätze, die weitere Distribution und Entwicklung der Label“ gewährleisten. Diese Ziele wurden allerdings nicht erreicht. „Aufgrund erheblicher Umsatzeinbrüche im Exportgeschäft und dem Wegfall des privaten Labels Kundenbereich, früher unser Kerngeschäft, sehen wir langfristig keine positiven Perspektiven zur Fortführung unserer Marken“, teilt Martina Probst, Geschäftsführerin der New Collection GmbH, auf Nachfrage mit. Deshalb wird der Geschäftsbetrieb zum 30. Juni dieses Jahres eingestellt. Darüber seien alle Mitarbeiter im November informiert worden. Bis zur Schließung wird es laut Probst weiterhin Lagerverkäufe geben.

Nach Informationen aus dem Landratsamt gibt es schon konkrete Pläne für eine Nachnutzung der Geschäftsräume am Bürgermeister-Graf-Ring 10. In zwei Schritten könnten dort insgesamt 200 Asylbewerber eine Bleibe finden. 

nej

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