U2 und U7: Zugausfälle, Unterbrechungen und Verzögerungen

U2 und U7: Zugausfälle, Unterbrechungen und Verzögerungen
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Abwechslungsreicher Abend: Tromposaund boten den wenigen Zuhörern auch witzigen Showeinlagen. 

Pipapo-Festival

Marsch, Walzer und Gummi-Mambo

Gelting – Tromposaund lassen sich von der Minikulisse im Hinterhalt nicht bremsen: Beim Pipapo-Festival begeistert die Münsinger Band ihr Publikum.

Sie haben bereits als musikalische Repräsentanten Deutschlands während der Fußball-Europameisterschaft in der französischen Hauptstadt Paris ein internationales Publikum begeistert. Sie brachten auf dem Münchner Oktoberfest ein vollbesetztes Zelt zum Tanzen und haben 2014 den Kunstförderpreis des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen erhalten. Verständlich also, dass der Kulturverein Isar-Loisach als Veranstalter des PiPaPo-Festivals vor dem Konzert von Tromposaund am Donnerstagabend mit einer nahezu ausverkauften Kulturbühne Hinterhalt rechnete.

Doch das Bild, das sich den aus Holzhausen am Starnberger See stammenden sechs jungen Musikern um 20 Uhr bot, war zunächst niederschmetternd: Denn um die Besucher – unter ihnen Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller und Anita Zwicknagl vom Kulturamt – zu zählen, reichten die Finger von zwei Händen aus. „Scheint so, dass heute nicht nur die Lufthansa, sondern auch viele Kulturliebhaber streiken“, übte sich Tenorhornspieler Hans-Peter Huber in Galgenhumor. Seine fünf Mitstreiter Christoph (Flügelhorn/Trompete), Moritz (Tuba/Bassposaune) und Simon Huber (Flügelhorn/Trompete) sowie Quirin Sturm (Schlagzeug) und Josef Schmid (Bariton/Posaune) ließen sich vom Anblick der Minikulisse nicht herunterziehen und eröffneten das rund zweistündige Konzert mit dem bayerischen Defiliermarsch. Kurz darauf stieg Christoph Huber auf einen Bierkasten, steckte sich eine Kuhglocke in den Mund und musizierte zudem mit Gartenschläuchen. Ein anderes Mal wurde ihm mit der Trompete ein Apfel vom Kopf geblasen – eine witzige Variation der bekannten Wilhelm-Tell-Geschichte. Zwischen Walzern, Märschen, Polkas und einem „Gummi-Mambo“ streuten die Musiker zudem einen Pfarrerwitz ein, den schon Bananafishbones-Sänger Sebastian Horn vor wenigen Monaten während des Amato-Festivals erzählt hatte.

In der zweiten Konzerthälfte bewiesen Tromposaund dann, dass sich Hits wie „Sweet Caroline“, „Rosanna“ und „Mr. Bojangles“ mit Blasinstrumenten sogar noch besser und kraftvoller als im Original anhören. Nach zwei Zugaben ermutigte Hans-Peter die unentwegten Zuhörer, weiterhin abends auszugehen: „Bleibt’s der Kleinkunst treu!“ Abende vor dem Fernseher könnten seiner Meinung nach einem Konzert- oder einen Wirtshausbesuch nie gleichwertig ersetzen. Der beeindruckende Auftritt von Tromposaund am Donnerstagabend war zweifelsohne der beste Beweis dafür.

Denjenigen, die dieses Live-Erlebnis versäumt haben, sei der Auftritt des Sextetts am Dienstag, 17. Januar, um 20 Uhr im Ascholdinger Holzwirt empfohlen.

Peter Herrmann

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