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Muss künftig auf die schlanke Linie achten: Schildkröte Wutschko. Das Tier lebt schon seit 36 Jahren bei Familie Kreil in Gelting. „Aber sie war bestimmt schon 20 Jahre alt, als wir sie gekauft haben“, sagt Annemarie Kreil.

Ausreißer

Schildkröte Wutschko ist wieder zuhause

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Annemarie und Dieter Kreil haben ihre ausgebüxte Schildkröte wieder. Sie war auf der Straße gefunden worden - jetzt nimmt die Geschichte ein gutes Ende.

Gelting – Astrid Nagler las sie auf und suchte den Besitzer: Jetzt ist Schildkröte Wutschko wieder wohlbehalten zuhause. „Wir sind so froh, dass können Sie uns glauben“, sagt Annemarie Kreil. Die 76-jährige Geltingerin ist hörbar erleichtert. Wie schaffte es Wutschko, aus dem heimischen Garten auszubüxen? Das Tier schlich sich einfach durch die offene Garagentür.

Annemarie Kreil und ihr Ehemann Dieter erwarteten am vergangenen Samstag Besuch. Weil der Gast einen Rollator hatte, öffnete das Ehepaar Türen und Tore ihres Hauses an der Ostergartenstraße in Gelting. Man saß gemütlich im Garten zusammen und dachte nicht daran, alles wieder zuzusperren. Das nutzte Wutschko zum einem kleinen Ausflug.

Die Schildkröte, die seit 36 Jahren bei Familie Kreil lebt, marschierte durch die offene Garage in Richtung Pfaffenriedstraße. Dort bog sie vermutlich nach rechts ab und lief zur viel befahrenen Buchberger Straße. Am Sonntag entdeckten Astrid Nagler und ihr Partner den ungewöhnlichen Fußgänger in der Nähe des Sportplatzes. Nach einem Zwischenstopp bei einem Kollegen und einem weiteren im Geltinger Josefa-Burger-Tierheim fand der Ausreißer schließlich bei Reptilienexperte Clemens Drieschner in Münsing Asyl.

Experte: Wutschko muss abnehmen

Nagler wandte sich an den Geretsrieder Merkur/Isar-Loisachboten, und wir berichteten in unserer Zeitung, auf unserem Internet-Portal sowie via Facebook über den herrenlosen Ausreißer. Währenddessen suchten die Kreils nach ihrem Wutschko, der übrigens nicht zum ersten Mal ausgebüxt ist. „Wir haben Nachbarn gefragt und Zettel aufgehängt“, berichtet Kreil. Am Sonntagabend meldete sich ein Geltinger bei ihnen. „Er hat uns gesagt, dass er auf Facebook gelesen hat, dass jemand eine Schildkröte gefunden hat“, sagt die 76-Jährige. Die Kreils setzten sich mit dem Geltinger Tierheim in Verbindung und am Mittwoch holten sie das Reptil bei Clemens Drieschner ab.

Der Münsinger gab dem Ehepaar noch ein paar Tipps zur Pflege der Schildkröte: Denn Wutschko bringt ein paar Gramm zu viel auf die Waage und muss deshalb ziemlich abspecken. „Der Panzer ist schon verformt“, zitiert Kreil den Experten. Das Tier darf erst mal nur im Drei-Tages-Rhythmus gefüttert werden.

Seinen Namen verdankt das Reptil, das die Kreils aus dem ehemaligen Jugoslawien mitgebracht haben, übrigens dem Maskottchen der Olympischen Winterspiele von 1984 in Sarajevo. Das hieß Wutschko und bedeutet auf serbokroatisch „kleines Wölfchen“. Annemarie Kreil: „Unsere Kinder fanden den Namen damals toll. Deshalb heißt die Schildkröte Wutschko.“ 

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