Schlechte Nachrichten für T-Mobile: Die Gemeinde Icking will keinen neuen 20-Meter-Mast. Foto: dpa

Gemeinderat hält T-Mobile klein

Icking - Die Firma T-Mobile hat einen Antrag für den Neubau eines 20-Meter- Mastes an ihrem Standort südlich des Ickinger Bauhofs beantragt. Der Gemeinderat sagt Nein.

Derzeit befinden sich auf dem Gebäude an der Mittenwalder Straße 5 die Sendeanlagen der Mobilfunkanbieter Vodafone, E-Plus und O2. Südlich des Bauhofs steht eine Zehn-Meter-Antenne der Firma T-Mobile. Diese Anlage soll nun mit UMTS-Technologie aufgerüstet werden.

In den vergangenen Jahren hatte sich die Gemeinde immer wieder bemüht, Lösungen zu finden, um die Strahlenbelastung für die Anwohner zu senken. Eine vor rund vier Jahren von der Gemeinde in Auftrag gegebene Standortanalyse hatte ergeben, dass ein 20-Meter-Mast beim Bauhof im Vergleich zu dem derzeitigen Mast eine Strahlenentlastung bringen würde. Im März diesen Jahres hatte der Gemeinderat sich bereits mit einer mögliche Erhöhung des Mastes auf 20 Meter beschäftigt. T-Mobile hatte dies im Hinblick auf die UMTS-Aufrüstung erwogen. Mit sieben zu sieben Stimmen wurde eine Erhöhung seinerzeit von den Räten aber abgelehnt. „Ein Mast in dieser Größenordnung könnte von den Anwohnern als belastend empfunden werden“, urteilte Rathauschefin Margit Menrad im März.

Am Montag stand das Gremium vor der gleichen Entscheidung. „Wir waren damals gegen den 20-Meter-Mast, und es gibt keine neue Entscheidungsgrundlage“, sagte Vigdis Nipperdey.

„Tatsache ist, dass eine 20-Meter-Antenne für das Ortsbild unschön ist, besonders für die oberen Grundstücke“, so Menrad. Die Bürgermeisterin schlug vor, dass man sich in einer Klausurtagung am ersten Oktoberwochenende erneut mit der Ausweisung einer Mobilfunk-Konzentrationsfläche beschäftigen sollte. Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat zu - genau so geschlossen votierte das Gremium gegen den beantragten 20-Meter-Mast.

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