"Gemeinsam sind wir stark"

- Ökumenische Aussiedlerberatung in Stein eröffnet

Geretsried - Am unsinnigen Donnerstag wurden in Geretsried nicht nur Krawatten, sondern auch alte Zöpfe abgeschnitten: "Caritas und Diakonie, katholische und evangelische Kirche können sehr gut zusammenarbeiten", betonte der Vorsitzende des Diakonischen Werks Bad Tölz-Wolfratshausen, Pfarrer Max Raeder, bei der offiziellen Eröffnung der ökumenischen Aussiedlerberatung in Geretsried-Stein.

Wie berichtet sieht sich das Caritas-Zentrum Bad Tölz-Wolfratshausen wegen der Kürzung der staatlichen Zuschüsse um fünf Prozent nicht mehr in der Lage, die Einrichtung alleine weiterzubetreiben. "Die Gesamtkosten für die Aussiedler-Beratung belaufen sich auf etwa 42 000 Euro", erklärte der Caritas-Kreisgeschäftsführer Toni Thalmaier. "Seit dem 1. Januar übernehmen Diakonie und Caritas nun jeweils 35, der Staat nur noch 30 Prozent." Durch die Zusammenarbeit sei die Beratungseinrichtung - Anlaufstelle für rund 150 Aussiedler - für weitere zwei Jahre gesichert.

"Wie gewohnt ist das Büro im Aussiedlerheim zukünftig montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags von 14 bis 17 Uhr besetzt", berichtete Monika Huppelsberg (Caritas), die die Einrichtung zusammen mit Renate Höß (Diakonie) betreibt. "Wir helfen den Aussiedlern weiterhin dabei, sich so schnell wie möglich zu integrieren", führte sie aus. "Dabei machen wir ihnen klar, dass sie weder ihre Identität noch ihre Sprache noch ihre Lebensgewohnheiten aufgeben, dass sie sich aber doch anpassen müssen."

"Bei den entscheidenden Aufgaben halten die Kirchen zusammen", lobte der katholische Dekan Herbert Zimmermann, bevor Raeder und Thalmaier den Kooperationsvertrag unterschrieben. Und Pfarrer Max Raeder resümierte: "Gemeinsam sind wir stark."ker

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