Die Themen S-Bahn und Eisstadion standen am Sonntag im Mittelpunkt des 21. Stadtgespräches der Geretsrieder SPD. Foto: hms

Genossen setzen auf Billiglösung

Geretsried - Die Geretsrieder SPD will die S-Bahn-Verlängerung um jeden Preis – notfalls auch ohne Tunnel.

Die SPD war bei ihrem Stadtgespräch im Cafe´ Waldmann mit Reiner Berchtold als Sprecher der Kreistagsfraktion, dem neuen Kreisvorsitzenden Ulrich Schlösser sowie den beiden Stadträten Walter Büttner und Kerstin Halba gut aufgestellt. Alle politischen Mandatsträger einschließlich des ehemaligen Wolfratshauser Bürgermeisters Berchtold sprachen sich dafür aus, in der weiteren S-Bahn-Diskussion „offen für jede Variante zu sein“. Büttner hält es für „unrealistisch“, dass durch Einsparungen das Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU) für die Tunnellösung von 0,6 auf über Eins gehoben werden kann.

Die NKU birgt für die Genossen ohnehin noch viele Geheimnisse. Halba glaubt den Nutzenfaktor unterschätzt. Die Stadträtin vermutet, dass das Bevölkerungswachstum Geretsrieds und die steigende Anzahl von Pendlern von und nach München nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Schlösser unterstellt gar „Manipulation“. Dem widersprach Berchtold aufgrund der Erfahrungen während seiner Amtszeit als Rathauschef. Seiner Ansicht nach sollten sich Geretsried, Wolfratshausen und der Landkreis mit insgesamt zehn bis 15 Millionen Euro an dem Jahrhundertprojekt beteiligen. Dieser Vorschlag gefiel Büttner gar nicht. Er rief dazu auf, den „politischen Druck aufrecht zu erhalten“. Der SPD-Fraktionssprecher im Geretsrieder Stadtrat sieht die „Sprüchbeutel“ Erwin Huber (der Ex-Wirtschaftsminister hatte bei einer Veranstaltung im Landkreis angekündigt, die Verlängerung zur Not „vom eigenen Gehalt“ zu bezahlen) und Edmund Stoiber in der Pflicht. Der frühere Ministerpräsident „verkriecht“ sich in Brüssel, so Büttner.

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