Freuen sich über den Erfolg: Projektleiterin Sybille Krafft und Kunstbunker-Betreiber Albrecht Widmann. Foto: Nina Daebel

Ausstellung lockt an die 1000 Besucher

Geretsried - Drei Wochen lang war die Ausstellung „Wir lebten in einer Oase des Friedens“ im Geretsrieder Kunstbunker zu sehen. An die 1000 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die jüdische Mädchenschule in Wolfratshausen zu informieren.

Viele Besucher haben sich im Gästebuch verewigt. „Wie kann Geschichte lebendiger gemacht werden als in der Berührung vor Ort“, heißt es da. Und: „Eine sehr berührende Ausstellung.“ Sybille Krafft, Vorsitzende des Historischen Vereins, freut sich über die Resonanz. „Wir werden die Einträge wie immer kopieren und sie den Zeitzeuginnen schicken, die diese Ausstellung erst möglich gemacht haben“, sagt sie. Einige von ihnen würden nämlich sehr genau die Reaktionen der Besucher verfolgen.

„Die Ausstellung war rundum ein Erfolg. Der große Aufwand und persönliche Einsatz haben sich gelohnt“, resümiert Albrecht Widmann, der den Großteil der Organisation gestemmt hatte. Krafft dankt ihm noch einmal ausdrücklich für sein enormes Engagement und dafür, dass er den Kunstbunker kurzfristig als Ausstellungsort zur Verfügung gestellt hatte.

Dass es Widmann zudem gelungen war, Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München und Oberbayern, zur Eröffnung der Ausstellung nach Geretsried zu bekommen, sei „Goldes wert“ gewesen, so Krafft. Dadurch sei der Ausstellung noch einmal eine große „öffentliche Anerkennung“ zuteil geworden.

Viele Besucher „tief berührt“ hat laut Widmann, dass die Ausstellung in Kombination mit den Bildern des Malers Karl Maldek gezeigt worden ist. „Die Werke sind Assoziationen zum späteren Schicksal der Jüdinnen, als aus der Oase des Friedens ein Inferno wurde.“ Dass sich Kunst und Geschichte wunderbar ergänzt haben, findet auch Sybille Krafft. Deshalb freut sie sich sehr darüber, dass Widmann nun zwei der Maldek-Bilder mit der Ausstellung auf Wanderschaft schicken wird. (njd)

Auch interessant

Kommentare