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Hop – Step – Jump: Der Dreisprung, Dominik Hagers Lieblingsdisziplin, ist eine komplizierte Angelegenheit. 

Serie: Mein Sport in Rio

Dreisprung: Der Fiesling unter den Disziplinen

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Geretsried - Der Dreisprung kann einem Athleten den Nerv rauben, Dominik Hager vom TuS Geretsried liebt ihn trotzdem.

Die Schrittkombination ist gewöhnungsbedürftig. Es sieht sogar danach aus, als ob der Springer nicht weiß, was er da tut: Absprung mit dem rechten Bein, Landung auf demselben Bein (der „Hop“), direkt wieder Absprung, Landung diesmal auf dem linken Bein (der „Step“), und dann noch ein Sprung in die Sandgrube. Aber natürlich ist das Schema durchdacht. „Das ist die Technik, mit der man mit drei Sprüngen am weitesten kommt“, sagt Dominik Hager. Der 21-jährige Leichtathlet des TuS Geretsried ist Dreisprung-Spezialist. Seit vier Jahren konzentriert er sich auf diese Disziplin, die noch weit mehr Tücken hat als den komplizierten Anlauf.

„Man muss auf mehr achten, es kann mehr schiefgehen, aber es kann auch mehr gelingen als im Weitsprung“, sagt Hager. Die Anläufe sind ähnlich spritzig und schnell, aber das Abheben ist beim Dreisprung viel flacher. Das ermöglicht kurze Bodenkontakte, denn die Energie darf nicht beim ersten Sprung komplett verbraten werden. Auf dem Weg zum Sandkasten machen die Athleten drei technisch unterschiedliche, eigenständige Sprünge. „Dementsprechend viele Fehler kann man machen“, sagt Hager. Gelingt ein Teil nicht perfekt, fehlt am Ende gut und gern ein ganzer Meter Länge. Das ist der besondere Reiz am Dreisprung, der den Athleten auch mal verzweifeln lassen kann. Konstanz ist ganz selten.

Im Wettkampf haben die Springer sechs Versuche. Der weiteste zählt. Die Profis bei Olympia springen mit den drei Bodenkontakten ungefähr plus minus 17 Meter weit. Hager kommt auf etwa 13 Meter. Bei der Bayerischen U 23-Meisterschaft im Juli wurde er Fünfter. Dafür muss er sich im Training schinden – mit unzähligen kleinen Sprüngen, Übungen für den komplizierten Sprungrhythmus und Steigsprungserien. Da ist Ausdauer gefragt. Hager kennt sich damit aus: Er liebt zum Beispiel alle Olympiaübertragungen und würde am liebsten rund um die Uhr fernsehen, um nichts zu verpassen. Er freut sich nicht nur auf die Leichtathletik, sondern auch auf alle anderen Disziplinen und fiebert mit der deutschen Mannschaft mit. Ein echter Sportfan eben. Dazu passt das Studium, das der Geretsrieder im September beginnt: Journalistik mit Schwerpunkt Sportjournalismus. 

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